Die Zahlen von Strive sind ein Schlag ins Gesicht. Ein GAAP-Nettoverlust von 393,6 Millionen Dollar für den Zeitraum vom 12. September bis 31. Dezember 2025 lässt Anleger aufhorchen. Davon entfallen allein 194,5 Millionen Dollar auf Bewertungsverluste der Bitcoin-Bestände. Das sind satte 95,4 Prozent des bereinigten Verlusts, der bei 208,2 Millionen Dollar liegt.
Strive hat seit dem Börsengang im September 2025 aggressiv Bitcoin akkumuliert. Per 17. März 2026 hält das Unternehmen 13.628 Bitcoin. Die Strategie: Bitcoin als Maßstab für alle Investitionen nutzen. CEO Matthew Cole spricht von einer „Multi-Billionen-Dollar-Chance für digitale Kredite“. Doch die Realität sieht anders aus. Der Bitcoin-Preis ist gefallen, und die Bewertungsverluste fressen die operativen Erfolge auf.
Strive Asset Management Aktie Chart
Die Bitcoin-Strategie zeigt zwei Gesichter
Auf den ersten Blick klingt die Bitcoin Yield von 22,2 Prozent im vierten Quartal beeindruckend. Auch der Bitcoin Gain von 1.305 BTC im selben Zeitraum wirkt solide. Doch diese Kennzahlen täuschen. Sie berücksichtigen nicht die massiven Bewertungsverluste durch fallende Bitcoin-Kurse. Von den 208,2 Millionen Dollar bereinigtem Nettoverlust gehen 93,4 Prozent auf das Konto der Krypto-Bestände.
Strive hat zudem die Übernahme von Semler Scientific abgeschlossen und damit rund 5.048 Bitcoin ins Portfolio geholt. Gleichzeitig wurden über Kapitalerhöhungen weitere 2.694 Bitcoin gekauft. Das Unternehmen setzt auf sein SATA-Preferred-Stock-Produkt, um Liquidität zu schaffen. Im Januar 2026 flossen aus einer Folgeemission 109,2 Millionen Dollar. Doch die Frage bleibt: Reicht das, um die Verluste zu kompensieren?
Anleger müssen jetzt genau hinschauen. Die Bitcoin-Strategie von Strive ist hochspekulativ und extrem anfällig für Kursschwankungen. Solange Bitcoin nicht deutlich steigt, bleiben die Verluste Realität. Die nächsten Quartale werden zeigen, ob das Konzept aufgeht oder ob Strive weiter rote Zahlen schreibt. Die erste Reaktion der Börse auf die neuesten Zahlen fiel mit einem Plus von 0,15 % aber immerhin noch gnädig aus.
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