Strategy treibt seine aggressive Bitcoin-Strategie weiter voran, ändert dabei aber grundlegend die Spielregeln der Finanzierung. Erstmals nutzte das Unternehmen für seine jüngsten Zukäufe primär Vorzugsaktien statt regulärer Stammaktien. Dieser strukturelle Wandel schont zwar die Altaktionäre vor Verwässerung, bringt jedoch völlig neue finanzielle Verpflichtungen mit sich.
Zwischen dem 9. und 15. März erwarb das Unternehmen weitere 22.337 Bitcoin. Bemerkenswert an diesem fünftgrößten Zukauf der Firmengeschichte ist die Herkunft des Kapitals. Mit 1,18 Milliarden US-Dollar stammte der Löwenanteil aus der Ausgabe von Vorzugsaktien der Serie STRC. Reguläre Aktienverkäufe trugen lediglich 396 Millionen US-Dollar bei. Damit rückt die Vorzugsaktie in das Zentrum der Beschaffungsstrategie.
Preisdruck und Milliardenverpflichtungen
Diese Verschiebung in der Kapitalstruktur hat einen direkten Preis. Durch das ausstehende Volumen der Vorzugspapiere von mittlerweile über 10 Milliarden US-Dollar klettern die jährlichen Dividendenverpflichtungen auf über eine Milliarde US-Dollar. Um Bedenken hinsichtlich der Tragfähigkeit dieser Kosten zu zerstreuen, hat Strategy bereits Barreserven in Höhe von 2,25 Milliarden US-Dollar aufgebaut.
Aktuell zeigen sich erste Belastungsspuren bei den Vorzugspapieren. Nach dem Ex-Dividenden-Tag am 15. März handelte die STRC-Serie drei Tage in Folge unter ihrem Nennwert von 100 US-Dollar. Das Management könnte gezwungen sein, die Dividende um weitere 25 Basispunkte anzuheben, um den Kurs zu stützen.
Strategy Inc Aktie Chart
Reaktion der Märkte
Am Aktienmarkt wurde die Nachricht positiv aufgenommen. Angetrieben von einem gleichzeitigen Anstieg des Bitcoin-Kurses auf zeitweise über 74.000 US-Dollar, legten die Papiere im vorbörslichen Handel zunächst um vier Prozent zu. Aktuell notiert die Strategy-Aktie bei 121,00 Euro und weist damit seit Jahresbeginn ein Minus von 9,84 Prozent auf. Der im Zuge der Meldung erfolgte Ausbruch über die 50-Tage-Linie signalisiert ein wachsendes Interesse der Käuferseite.
Mit einem Gesamtbestand von nun 761.068 Bitcoin nähert sich Strategy dem erklärten Ziel von einer Million Coins bis Ende 2026. Für weitere Zukäufe stehen dem Unternehmen noch rund 34 Milliarden US-Dollar an Emissionskapazität zur Verfügung. Dass ein baldiger Verkauf der Bestände unwahrscheinlich ist, spiegelt sich auch in den Erwartungen der Marktteilnehmer wider: Auf Prognosemärkten wird die Wahrscheinlichkeit für einen Bitcoin-Verkauf im laufenden Jahr auf lediglich 17 Prozent beziffert.
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