Es war eine kleine Transaktion, eigentlich. 32 Bitcoin, verkauft zwischen dem 26. und 31. Mai, 2,5 Mio. US-Dollar Erlös zu durchschnittlich 77.135 US-Dollar je Coin. Für ein Unternehmen, das sich selbst als weltgrößten institutionellen Bitcoin-Halter versteht, ist das eine Petitesse. Und doch: Die Märkte haben es registriert.
Der erste Verkauf seit Jahren
Denn Strategy, bis vor Kurzem noch unter dem Namen MicroStrategy bekannt, hatte zuletzt im Dezember 2022 Bitcoin verkauft. Seitdem war das Unternehmen unter Michael Saylor konsequent in eine Richtung marschiert: kaufen, halten, mehr kaufen. Der Verkauf im Mai war also kein normales Ereignis. Er war ein Signal, auch wenn das Unternehmen ihn nüchtern begründete: Der Erlös diente ausschließlich zur Deckung der Dividenden auf Vorzugsaktien. Kein strategischer Schwenk, kein Vertrauensverlust in Bitcoin. Nur Liquiditätsbedarf.
Die Anleger sahen das anders.
Dann kam der Zinsschock dazu
Parallel dazu hat sich das Makroumfeld eingetrübt. Die Kerninflation zieht wieder an, die Arbeitslosenquote stabilisiert sich, und laut dem FedWatch-Tool der CME Group rechnen die Märkte inzwischen mit einer Zinserhöhung der Federal Reserve um 25 Basispunkte im September. Das ist Gift für risikobehaftete Assets, und Strategy ist im Grunde ein gehebeltes Bitcoin-Vehikel. Was den Bitcoin trifft, trifft die Aktie, nur heftiger.
Bitcoin selbst im freien Fall
Seit seinem Rekordhoch von rund 125.000 US-Dollar im vergangenen Oktober hat der Bitcoin mehr als die Hälfte seines Wertes abgegeben. Einige Marktbeobachter sehen noch Luft nach unten. Der Vierjahreszyklus rund um das Halving erreicht historisch betrachtet seinen Tiefpunkt häufig irgendwo zwischen Sommer und Herbst. Und der On-Chain-Indikator CVDD, der Marktzyklen analysiert, zeigt ein theoretisches Tief um 48.000 US-Dollar an. Das wären nochmals rund 20 % weniger als heute.
Für die Strategy-Aktie, die seit ihrem 52-Wochen-Hoch bei 1.773 US-Dollar inzwischen auf einen Bruchteil davon gefallen ist und allein seit Jahresbeginn fast 47 % verloren hat, wäre das keine gute Nachricht. Die nächsten Quartalszahlen kommen erst im September. Bis dahin ist Bitcoin der einzige Kurstreiber. Und der zeigt gerade klar in eine Richtung.
Strategyes-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Strategyes-Analyse vom 26. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Strategyes-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Strategyes-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
