STRC hat in sieben Monaten die Marke von fünf Milliarden Dollar Gesamterlös geknackt — ein Tempo, das CEO Phong Le mit dem iPhone-Launch vergleicht. Nur BlackRocks Bitcoin-ETF IBIT legte nach dem Start schneller zu. Während das Kapitalvehikel also funktioniert, erzählt der Aktienkurs eine andere Geschichte.
Das STRC-Modell und seine Logik
Das bevorzugte Aktieninstrument STRC zahlt eine variable Dividende von durchschnittlich rund 11,5 Prozent und soll zwei Ziele gleichzeitig erfüllen: frisches Kapital für Bitcoin-Käufe beschaffen, ohne die Stammaktionäre durch Verwässerung zu belasten. Allein im März emittierte Strategy mehr als 1,5 Milliarden Dollar in STRC-Papieren — ein Zeichen, dass die Nachfrage unter Investoren vorerst trägt.
Anfang April kaufte das Unternehmen weitere 4.871 Bitcoin für rund 330 Millionen Dollar. Finanziert wurde der Kauf teils über den Verkauf von STRC-Anteilen (rund 103 Millionen Dollar) und teils über MSTR-Stammaktien (rund 72 Millionen Dollar). Der Gesamtbestand liegt nun bei 766.970 Bitcoin, die zu einem Durchschnittspreis von 75.644 Dollar erworben wurden — deutlich über dem aktuellen Marktpreis.
Milliardenverlust trifft auf bullische Analysten
Im ersten Quartal 2026 verbuchte Strategy einen nicht realisierten Verlust auf digitale Vermögenswerte von 14,46 Milliarden Dollar. Bitcoin hat seit Jahresbeginn rund 20 Prozent verloren, und der Aufschlag, mit dem die Aktie einst gegenüber dem inneren Bitcoin-Wert gehandelt wurde, ist weitgehend verschwunden. Das erschwert das Kapitalmodell spürbar.
Strategy Aktie Chart
Die Analystengemeinschaft zeigt sich davon unbeeindruckt. BTIG-Analyst Andrew Harte bekräftigte sein Kaufvotum mit einem Kursziel von 250 Dollar — rund 102 Prozent über dem aktuellen Niveau. Bernstein SocGen Group hält sogar an einem Kursziel von 450 Dollar fest und erwartet, dass Bitcoin bis Ende 2026 die Marke von 150.000 Dollar erreicht. Insgesamt vergaben zwölf Analysten in den vergangenen drei Monaten einheitlich ein Kaufurteil; das durchschnittliche Kursziel liegt bei 284 Dollar.
Kleiner Käufer in einem großen Markt
Ob Strategys aggressive Zukäufe den Bitcoin-Preis tatsächlich bewegen, ist fraglich. Laut Daten von Checkonchain macht die Nachfrage durch MSTR derzeit etwa sieben Prozent der gesamten Bruttozuflüsse aus. Dem gegenüber steht ein Rückgang der realisierten Marktkapitalisierung von Bitcoin um 29 Milliarden Dollar seit Februar sowie ein Rückgang des offenen Interesses bei BlackRocks IBIT um mehr als vier Milliarden Dollar — Abflüsse, die Strategys Kaufvolumen deutlich übersteigen.
Das Unternehmen verfügt noch über erhebliche Kapazitäten in seinen At-the-Market-Programmen: 1,6 Milliarden Dollar für STRF und 22,6 Milliarden Dollar für STRC. Die Maschine läuft — ob sie den Kurs der Aktie wieder in Richtung der Analystenerwartungen treiben kann, hängt maßgeblich davon ab, wohin sich Bitcoin in den kommenden Monaten bewegt.
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