Zwei Meldungen an einem Tag, und keine davon macht großes Aufsehen. Genau das ist manchmal das Interessante an Strabag.
Ein Zukauf, den kaum jemand bemerkt
Die Strabag AG übernimmt die H&E Bohrtechnik GmbH mit Sitz in Stadtroda in Thüringen. 33 Mitarbeiter, sieben Horizontalbohrspülanlagen, dazu Patente im Bereich grabenloser Bauverfahren. Der Kaufpreis bleibt unter Verschluss, wie es in solchen Fällen halt üblich ist. H&E ist seit 2005 im Geschäft und ermöglicht die Verlegung von Leitungen ohne großflächige Eingriffe in Verkehrswege oder Naturflächen. Für Infrastruktur- und Energieprojekte, wo genau das gefragt ist, ein durchaus nützliches Werkzeug.
Christoph Krieg, kaufmännischer Direktionsleiter Sachsen/Thüringen bei Strabag, spricht von einem Beitrag zum „ökologischen und innovativen Bauen“. Thomas Heidler, bisheriger Geschäftsführer von H&E, freut sich über die „hervorragende langfristige Perspektive“ für sein Team. Solche Zitate sind Pflicht, der eigentliche Satz steht dahinter: Strabag will komplexe Infrastrukturprojekte künftig stärker aus eigener Kraft stemmen, ohne auf externe Spezialisten angewiesen zu sein.
Strabag SE Aktie Chart
Stadtroda wird zum Kompetenzzentrum
Der Standort in Thüringen soll gezielt ausgebaut werden, als Kompetenzzentrum für Horizontalbohrtechnik in Deutschland. Die miterworbenen Patente will Strabag weiterentwickeln und in den kommenden Jahren zur Ausführungsreife bringen. Das klingt nach einem Zukauf, der nicht für die nächste Quartalsmeldung gedacht ist, sondern für den übernächsten Infrastrukturzyklus.
Und dann noch die Vorstände
Parallel dazu meldete Strabag SE die Wiederbestellung des gesamten Vorstandsteams, CEO, CFO und die operativen Vorstände, für die Periode vom 1. Januar 2027 bis 31. Dezember 2030. Kontinuität als Botschaft, in einer Branche, in der Großprojekte gern länger dauern als Vorstandsverträge. Ob das die Märkte bewegt, ist eine andere Frage. Aber wer Strabag kennt, weiß: Die bauen lieber, als dass sie reden.
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