Ein kalter Januar, ein kalter Februar, und in Polen und Österreich standen die Bagger länger still als geplant. So hätte das erste Quartal 2026 für Strabag auch laufen können: mit einem Output-Minus als Überschrift und einer Erklärung über Wetterbedingungen als Entschuldigung. Hat es aber nicht. Strabag legte den Output im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 3,87 Mrd. Euro zu, und das Auftragsbuch schwoll auf 33,1 Mrd. Euro an, 18 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Frost in Polen, Wachstum in Tschechien
Das Muster ist dabei recht klar: Was in Polen und Österreich wetterbedingt ausfiel, holten Deutschland, Tschechien, Kroatien und Slowenien mehr als auf. Im Segment Nord + West legte der Output um 10 Prozent auf 1,69 Mrd. Euro zu, getrieben von Energieinfrastruktur und Hochbau in Deutschland. Im Segment Süd + Ost immerhin noch plus 5 Prozent auf 1,18 Mrd. Euro, trotz der Rückgänge in den Kernmärkten Polen und Österreich.
Das dritte Segment, International + Special Divisions, ist das einzige mit einem Minus beim Output: 956 Mio. Euro nach 1,009 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Rückgang kommt allerdings aus dem Immobilienentwicklungsgeschäft, wo im Vorjahr mehrere große Projekte gleichzeitig anliefen. Beim Auftragsbestand sieht es dort ganz anders aus: plus 70 Prozent auf 10,87 Mrd. Euro, getrieben vom Großauftrag in Chile. Strabag baut dort die weltberühmte Kupfermine Chuquicamata von einem Tagebau in einen Untertagebetrieb um, Auftragsvolumen rund 800 Mio. Euro.
Strabag SE Aktie Chart
Das Auftragsbuch als eigentliche Schlagzeile
33,1 Mrd. Euro Auftragsbestand bei einem Jahresoutputziel von rund 22 Mrd. Euro ergibt ein Verhältnis von 1,5. Das heißt: Strabag hat heute schon anderthalb Jahre Arbeit in den Büchern. CEO Stefan Kratochwill nennt das schlicht „solide Nachfrage in unseren Kernmärkten“ und bestätigt die Jahresprognose unverändert: rund 22 Mrd. Euro Output, EBIT-Marge zwischen 5,0 und 5,5 Prozent.
Fünf von sechs sagen Kaufen
Die Analystengemeinde ist sich ziemlich einig. Erste Group, LBBW, Metzler, ODDO BHF und Raiffeisen Research empfehlen den Kauf der Aktie, nur Kepler Cheuvreux hält sich mit einem
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