Die Strabag-Aktie konnte die letzten Hochs überschreiten und zeigt aktuell deutliche Stärke. Ein ausschlaggebender Faktor dafür waren die veröffentlichten Zahlen am 12. Februar, die für mehrere neue Bestmarken gesorgt haben und dem Kurs zusätzlichen Auftrieb verliehen.
Ergebnisse überzeugen auf ganzer Linie
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Strabag eine Leistung von 20,424 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders stark entwickelte sich der Auftragsbestand, mit 31,375 Milliarden Euro lag er um 24 Prozent über dem Vorjahreswert und deckt damit mehr als eineinhalb Jahresleistungen ab. Parallel dazu wuchs die Belegschaft auf über 80.000 Mitarbeitende, was den hohen Auslastungsgrad des Konzerns unterstreicht. Auch auf der Ergebnisseite setzte Strabag neue Akzente. Die EBIT-Marge von mindestens 6,5 Prozent übertraf nicht nur den Vorjahreswert von 6,1 Prozent, sondern lag auch deutlich über der ursprünglichen Erwartung von rund fünf Prozent.
Getragen wurde diese Entwicklung von mehreren Faktoren. Starkes organisches Wachstum in Kernmärkten wie Polen, Tschechien und Deutschland traf auf einen zusätzlichen Volumenschub durch die Übernahme der australischen Georgiou Group, die rund die Hälfte des Leistungsanstiegs erklärte. Hinzu kam eine überdurchschnittliche Profitabilität bei großen Infrastrukturprojekten im In- und Ausland sowie günstige Witterungsbedingungen in Deutschland zum Jahresende, die eine ungewöhnlich hohe Auslastung ermöglichten.
Für 2026 bleibt der Konzern grundsätzlich auf Wachstumskurs, gibt sich bei der Marge jedoch bewusst konservativer. Das Management stellt eine Leistung von rund 22 Milliarden Euro in Aussicht, was einem Plus von etwa acht Prozentgegenüber 2025 entspricht. Die EBIT-Marge soll mit 5,0 bis 5,5 Prozent unter dem außergewöhnlich hohen Niveau des Vorjahres liegen, da 2025 von Sondereffekten wie besonders profitablen Großprojekten und einem milden Winter begünstigt war. Gleichzeitig plant Strabag Nettoinvestitionen von bis zu 1,4 Milliarden Euro, vor allem für Baugeräte sowie weitere Akquisitionen im Rahmen der Strategie 2030.
Strabag-Aktie im Chart-Check
Nach dem Bruch unter die letzten Tiefs sowie die Zone aus Anfang November 2025 sah das Chartbild zunächst deutlich angeschlagen aus. Der Strabag-Aktie gelang jedoch eine starke Rückkehr. Sowohl die Tiefs als auch die entsprechende Zone und die 100-Tage-Linie wurden wieder nach oben überwunden. Auch die Zone an den letzten Hochs zwischen 87,4 und 91,5 Euro stellte kein größeres Hindernis dar. Nach einer kurzen Konsolidierung setzte sich der Kurs dynamisch darüber hinweg. Aktuell notiert die Aktie auf neuen Allzeithochs und hat damit keine unmittelbar ableitbaren Widerstände aus dem historischen Chart mehr vor sich. Mögliche Orientierungspunkte auf der Oberseite könnten nun runde Marken wie die 100-Euro-Schwelle sein. Kommt es zu einer Abweisung oder einem Rücklauf, dürfte der Bereich um 90 Euro zunächst als Unterstützung fungieren. Darunter könnte ein weiterer Rücksetzer in Richtung der Aufwärtstrendlinie folgen. Hier die Strabag-Aktie im Tageschart.
Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/JUsoEgsm/
An der aktuellen Schwelle würde ich keine Position eröffnen, da ich nicht in das laufende Hoch hinein kaufen möchte. Stattdessen würde ich auf einen Rücklauf warten und bei anschließend erneut aufkommender Kaufkraft eine mögliche Kauf-Chance in Betracht ziehen. Rücksetzer mit danach einsetzender Stärke können, solange der Aufwärtstrend intakt bleibt, als Chancen für eine Trendfortsetzung genutzt werden.
Aufgrund der positiven Zahlen und des starken Chartbilds würde ich aktuell von Verkaufspositionen absehen. Interessant würden Short-Szenarien aus meiner Sicht erst dann werden, wenn der Trend klar gebrochen ist und der Markt nicht unmittelbar auf eine tragfähige Unterstützungszone trifft.
Ihr Konrad
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