Liebe Leserinnen und Leser,
in der Vorwoche veröffentlichte der münsterländische Blockheizkraftwerk-Hersteller 2G Energy vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung und konnte im Zuge der Veröffentlichung eine vorangegangene marktbedingte Schwäche komplett ausbügeln. Sowohl die starken Ergebnisse als auch der bestätigte Ausblick überzeugten Investoren und Analysten.
Der 2G-Konzernumsatz stieg 2025 auf rund 398 Mio. Euro, nach 375,6 Mio. Euro im Vorjahr – ein Plus von 6%. Noch wichtiger ist die Entwicklung im Neuanlagengeschäft, da dies eng mit der Unternehmensentwicklung verknüpft ist: Hier kletterten die Erlöse auf rund 230 Mio. Euro, nach 207,3 Mio. Euro im Vorjahr. Das entspricht einem hohen Wachstum von 11% und spricht für eine weitere Belebung der Projektpipeline. Das margenträchtige Servicegeschäft blieb mit rund 169 Mio. Euro stabil auf Rekordniveau.
Dank US-Markt: 2G mit hohem Zuwachs im Auslandsgeschäft
Die geografische Entwicklung zeigt den vom Management gewollten Internationalisierungskurs mit den großen Chancen in den USA. Das Auslandsgeschäft legte auf rund 198 Mio. Euro zu, nach 166,6 Mio. Euro im Vorjahr – ein Wachstum von 19%.
Damit erreicht das internationale Geschäft erstmals nahezu das Niveau des Inlandsgeschäfts von rund 200 Mio. Euro. Dies ist sehr positiv, da ein hoher Internationalisierungsgrad die Abhängigkeit vom deutschen Markt reduziert und regionale Schwankungen glättet.
Dezentrale Lösung bietet sichere, durchgängige Stromversorgung
2G ist aktuell in zahlreichen US-Projekten zur Energieversorgung von Rechenzentren involviert, wo aktuell neue Zentren wie Pilze aus dem Boden schießen, da der Energiebedarf durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz massiv ansteigt. Da gleichzeitig bestehende Stromnetze zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, müssen Alternativen her.
Dezentrale Gasmotorenkraftwerke wie die von 2G bieten hier eine schnell verfügbare und flexible Lösung. Sie können kurzfristig installiert werden und perspektivisch auch umweltfreundlich mit Wasserstoff betrieben werden.
2G erwartet bereits im zweiten Quartal 2026 signifikante Anzahlungen aus diesen Projekten, während erste Auslieferungen und Fakturierungen in der zweiten Jahreshälfte folgen sollen. Dabei geht es um Anlagen im hohen zweistelligen bis dreistelligen Megawattbereich. Damit dürfte sich der US-Markt ab 2026 zunehmend in den Zahlen widerspiegeln und ab 2027 zu einem zentralen Wachstumstreiber der Müsnterländer werden.
Unternehmensprognose 2026: Wachstum von mehr als 20% möglich
Parallel dazu entsteht ein zweites Standbein im deutschen Heimatmarkt. 2G arbeitet mit großen Energieversorgern an Gas-Reservekraftwerke-Projekte. Diese Anlagen sollen die Versorgungssicherheit in einem zunehmend von erneuerbaren Energien geprägten Stromsystem gewährleisten, in dem die Einspeisungen wetterbedingt schwanken. Erste Beauftragungen werden in diesem Jahr erwartet, die Inbetriebnahmen dürften zeitnah folgen.
Aufgrund des „Doppel-Wumms“ in den USA und im wichtigen deutschen Markt, gibt sich das Unternehmen zuversichtlich. Der Vorstand rechnet für 2026 mit einem Umsatzanstieg auf 440 bis 490 Mio. Euro. Das entspricht in der Spitze einem Wachstum von über 20% gegenüber 2025. Gleichzeitig wird eine Verbesserung der Profitabilität erwartet. Die EBIT-Marge soll von rund 7% im Vorjahr wieder in Richtung 9% bis 11% steigen.
Kursziele steigen: Wann fällt bei der Aktie die 40er Marke?
Analysten haben ihre Modelle entsprechend angepasst und erwarten nun für 2026 einen Gewinn je Aktie von rund 1,70 Euro, nach etwa 1,- Euro im Jahr 2025 (die vollständigen Ergebnisse liegen noch nicht vor). Das entspricht einem Wachstum von rund 80%. Für 2027 gehen die Prognosen von einer weiteren Gewinnsteigerung aus, dann über 2 Euro je Aktie. Gleichzeitig wird ein Umsatzanstieg auf über 535 Mio. Euro erwartet.
Die Bewertung der Aktie an der Börse bleibt vor diesem Hintergrund attraktiv. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt aktuell bei rund 42 Euro. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau von etwa 38 Euro ergibt sich damit ein Potenzial von „nur“ rund 11%, doch bieten kommende US-(Groß-)Aufträge durchaus Überraschungspotenzial. Dann sind die 42 Euro nur eine Zwischenetappe.
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