Operativ läuft es so gut wie nie, unter dem Strich fällt der Gewinn dennoch. Storebrand hat für das dritte Quartal ein Rekordergebnis aus dem operativen Geschäft vorgelegt, während höhere Zinsen und größere Kreditaufschläge die Gewinnbeteiligung in der Garantierentensparte drücken. Die Aktie legte im Handelsverlauf zeitweise um rund 1,5 Prozent zu.
Operativ stark, im Ergebnis gebremst
Das operative Ergebnis erreichte 1,162 Milliarden norwegische Kronen, ein Plus von 7 Prozent. Das Konzernergebnis sank dagegen um 4 Prozent auf 1,517 Milliarden Kronen.
Das Ergebnis je Aktie fiel auf 2,54 Kronen nach 3,08 Kronen im Vorjahresquartal und verfehlte damit die Erwartungen von 2,72 Kronen. Zusätzlich belastete eine Steuerquote von 32 Prozent, die das Management mit Währungseffekten erklärt.
Hauptbremse war das Geschäft mit garantierten Renten. Dessen Ergebnis sackte um 40 Prozent auf 191 Millionen Kronen ab. Finanzposten und Risikoergebnis blieben ebenfalls hinter den Prognosen zurück.
Versicherung und Sparen tragen
Die Versicherungssparte übertraf die Erwartungen deutlich. Ihr Ergebnis vor Amortisation stieg um 33 Prozent auf 485 Millionen Kronen, die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich auf 87 Prozent. Im Privatkundengeschäft kletterte der Marktanteil in Norwegen auf 8,3 Prozent.
Die Vermögensverwaltung steigerte ihr operatives Ergebnis um 11 Prozent und betreut rund 1,6 Billionen Kronen. Weniger erfreulich ist die Bank: Die Zinsmarge schrumpfte auf 1,26 Prozent, das Ergebnis des Segments fiel auf 151 Millionen Kronen. Das Management erwartet, dass steigende Zinsen die Erträge in den kommenden Quartalen stützen.
Seit dem 16. Oktober gehört zudem Knif Trygghet Forsikring zum Konzern, eine Fusion mit Storebrand Forsikring ist für 2027 vorgesehen.
Solvenz und Ausschüttungen überzeugen
Die Solvenzquote hielt sich bei 200 Prozent und lag damit über der Markterwartung von knapp 197 Prozent. Regulatorische Änderungen sollen sie ab 2027 um mehr als 10 Prozentpunkte erhöhen. Das schafft Spielraum für Ausschüttungen.
Der Verwaltungsrat will für 2026 eine Dividende von rund 6 Kronen je Aktie vorschlagen, 15 Prozent mehr als zuvor. Für 2027 plant er ein Aktienrückkaufprogramm über 2 Milliarden Kronen, bislang war von 1,5 Milliarden die Rede. Beide Punkte stehen unter dem Vorbehalt von Marktlage und Genehmigungen.
Arctic Securities hob das Kursziel von 192 auf 210 Kronen an und bestätigte die Kaufempfehlung. Die Aktie erreichte im Tagesverlauf bis zu 194,4 Kronen.
Das Ziel für 2028 bleibt unverändert: 7 Milliarden Kronen Ergebnis vor Amortisation und Steuern bei 17 Prozent Eigenkapitalrendite. Nach neun Monaten stehen 4,7 Milliarden Kronen zu Buche. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management mit operativen Kosten von 7,3 bis 7,4 Milliarden Kronen.
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