Goldman Sachs hatte kurz vor den Quartalszahlen die Empfehlung für StoneCo gesenkt. Die Begründung klang schlüssig: schwaches Momentum beim Zahlungsvolumen, Marktanteilsverluste gegenüber dem Wettbewerber PagSeguro. Dann kamen die Zahlen.
Volumen weit über den Erwartungen
Das gesamte Zahlungsvolumen (TPV) von StoneCo erreichte im ersten Quartal 137,2 Milliarden Reais, ein Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sequenziell gab es zwar einen Rückgang von 9 Prozent, doch der war erwartet und saisonbedingt. Was die Analysten offenbar nicht erwartet hatten: Der Konsens lag bei gerade mal 112,77 Milliarden Reais. Das brasilianische Zahlungsunternehmen hat die Schätzungen also um rund 22 Prozent übertroffen.
Nachbörslich reagierte die Aktie prompt. 5,76 Prozent lagen die Papiere im Plus bei 10,26 Dollar.
StoneCo Ltd. Aktie Chart
Rückkäufe treiben das EPS
Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2,19 Reais. Der bereinigte Nettogewinn legte demnach nur um 3,5 Prozent zu, auf 549,1 Millionen Reais. Die Lücke zwischen EPS-Wachstum und Nettogewinnwachstum erklärt sich durch 2,7 Milliarden Reais an Aktienrückkäufen, die die ausstehende Aktienzahl spürbar gedrückt haben.
Der Gesamtumsatz kam auf 3,58 Milliarden Reais, ebenfalls leicht über dem Konsens von 3,54 Milliarden. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 6,5 Prozent wurde vor allem vom Kreditgeschäft getragen.
Kleinere Händler bleiben ein Problem
Nicht alles ist rosig. StoneCo selbst nennt ein schwieriges Umfeld für kleinere Händler als Belastung, getrieben durch ein anhaltend hohes Zinsniveau in Brasilien. Dazu kommen erhöhte Abwanderungsraten zum Jahresende und die strukturelle Verschiebung hin zum digitalen Handel, der traditionelle Ladengeschäfte unter Druck setzt. Das sind keine neuen Probleme, aber auch keine, die sich schnell lösen.
Goldman Sachs hatte genau auf diese Schwächen gesetzt. Beim Zahlungsvolumen lagen die Analysten um mehr als 20 Milliarden Reais daneben.
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