Die Aktie von StoneCo gab am Montag im nachbörslichen Handel um 4,17 Prozent auf 16,32 US-Dollar nach. Der Zahlungsdienstleister aus Brasilien hatte zuvor Zahlen für das Gesamtjahr 2025 vorgelegt, die bei Anlegern Enttäuschung auslösten. Der bereinigte Bruttogewinn erreichte 6,32 Milliarden Real, ein Plus von 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten allerdings mit 6,38 Milliarden Real gerechnet.
Belastet wurde das vierte Quartal durch einmalige Sondereffekte. Das Unternehmen musste eine Wertberichtigung von 157,8 Millionen Real im Zusammenhang mit dem Verkauf der Software-Tochter Linx verbuchen. Hinzu kamen Aufwendungen von 48,5 Millionen Real für die Beilegung zivilrechtlicher Klagen. Diese Belastungen überschatteten die operative Entwicklung, die durchaus Lichtblicke zeigte.
Umsatzwachstum durch Preisanpassungen und Kreditgeschäft
Im vierten Quartal kletterte der bereinigte Bruttogewinn um 9,1 Prozent auf 1,66 Milliarden Real. Der Umsatz legte von 3,3 Milliarden Real im Vorjahresquartal auf 3,73 Milliarden Real zu. Das bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 2,87 Real nach 2,26 Real im Vorjahreszeitraum.
Das Wachstum führt StoneCo auf mehrere Faktoren zurück. Die Monetarisierung bestehender Kunden wurde durch Preisanpassungen zu Jahresbeginn verbessert, mit denen das Unternehmen auf gestiegene Zinsen reagierte. Gleichzeitig wuchs die Basis aktiver Kunden, und das Kreditgeschäft trug zunehmend zum Ergebnis bei. Diese Entwicklung lässt sich als Versuch deuten, die Abhängigkeit vom reinen Zahlungsverkehr zu verringern.
StoneCo Ltd. Aktie Chart
Strategischer Rückzug aus dem Software-Geschäft
Der scheidende CEO und künftige Aufsichtsratsvorsitzende Pedro Zinner nutzte den Aktionärsbrief für eine grundsätzliche Erklärung. Der Verkauf der Software-Sparte Linx an TOTVS für mehr als drei Milliarden Real sei die wichtigste strategische Entscheidung des Jahres gewesen. Zinner begründete den Schritt mit der Fokussierung auf die eigentlichen Stärken des Unternehmens.
Die Wettbewerbsvorteile von StoneCo lägen an einem sehr spezifischen Schnittpunkt, so Zinner: Zahlungsverkehr, Banking und Kredite, verstärkt durch eigene Transaktionsdaten, breite Vertriebswege und diszipliniertes Risikomanagement. Linx sei zwar ein gutes Geschäft gewesen, habe aber außerhalb dieses strategischen Kerns gelegen.
Die Anleger dürften nun beobachten, wie sich die Konzentration auf das Kerngeschäft in den kommenden Quartalen niederschlägt. Die Frage ist, ob die gestiegenen Beiträge aus dem Kreditgeschäft nachhaltig sind und ob die Preisanpassungen die Kundenbasis langfristig belasten könnten.
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