STMicroelectronics Aktie: 28 Prozent Minus in 30 Tagen

STMicroelectronics-Aktie verliert binnen Monatsfrist fast 28 Prozent, während der Chipkonzern seine Milliarden-Investition in Sizilien vorantreibt und das dritte Quartal verhalten plant.

Auf einen Blick:
  • Aktie verliert 28 Prozent in 30 Tagen
  • Umsatzplus von 26 Prozent im Q2
  • 5-Milliarden-Euro-Werk für Siliziumkarbid in Catania
  • Umsatzziel Q3: 3,7 Milliarden Dollar

STMicroelectronics steckt in einer Phase extremer Schwankungen. In den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier fast 28 Prozent an Wert. Am Montag notierte die Aktie bei 45,33 Euro. Trotz dieser jüngsten Korrektur liegt der Wert seit Jahresbeginn noch immer massiv im Plus.

Hoher Druck im Chipsektor

Der Chiphersteller gehört aktuell zu den schwächsten Werten im europäischen Technologiesektor. Seit den Halbjahreszahlen Ende Juli steht der Kurs kontinuierlich unter Druck. Dabei stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 26 Prozent auf 3,49 Milliarden Dollar. Marktbeobachter korrigieren derzeit jedoch die hohen Erwartungen. Sie blicken kritisch auf die Bewertung im Vergleich zur Konkurrenz.

Parallel dazu treibt der Konzern sein wichtigstes Zukunftsprojekt voran. In Catania entsteht für fünf Milliarden Euro ein neuer Standort für Siliziumkarbid. Die Produktion soll noch in diesem Kalenderjahr anlaufen. Die Großinvestition gilt als Herzstück der langfristigen Strategie für die Automobilindustrie.

Milliardenprojekt in Catania

STMicroelectronics investiert auf Sizilien Millionen in spezialisierte Wasseraufbereitung. Das Ziel: Die reibungslose Fertigung von 200mm-Wafern für die nächste Generation von Elektroautos sichern. Der Standort soll die gesamte Prozesskette abdecken. Von der Substratentwicklung bis zum fertigen Modul findet die Produktion an einem Ort statt.

Im gleichen Schritt setzt das Unternehmen auf neue Wachstumsmärkte. Besonders die berührungslose Gestensteuerung gewinnt durch künstliche Intelligenz an Bedeutung. Dieser Markt soll bis 2026 ein Volumen von fast 30 Milliarden Dollar erreichen. STMicroelectronics gilt hier bereits als einer der führenden Akteure bei der Sensorik.

Das Management blickt verhalten optimistisch auf das dritte Quartal. Der angestrebte Umsatz liegt bei rund 3,7 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge soll 37 Prozent erreichen. Diese Ziele signalisieren eine langsame Rückkehr zur Stabilität nach der volatilen Sommerphase.

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