Steyr Motors-Aktie: Wichtige Expansion!

Steyr Motors erwirbt den dänischen Spezialisten BUKH A/S und erweitert sein Leistungsspektrum massiv. Die strategische Akquisition ermöglicht die Teilnahme an lukrativen Ausschreibungen.

Auf einen Blick:
  • Strategische Akquisition des dänischen Spezialisten BUKH A/S
  • Leistungsspektrum wächst auf 24 bis 700 PS an
  • Finanzierung durch Mischung aus Eigen- und Fremdkapital
  • Erste positive EBIT-Effekte im ersten Konsolidierungsjahr erwartet

Steyr Motors macht ernst mit der angekündigten Wachstumsstrategie. Die Übernahme des dänischen Spezialisten BUKH A/S schließt eine entscheidende Lücke im Angebot der Österreicher und verwandelt das Unternehmen schlagartig in einen Komplettanbieter für maritime Spezialanwendungen. Der Zukauf erweitert das Portfolio massiv und eröffnet den Zugang zu lukrativen internationalen Ausschreibungen.

Sprung zum Full-Range-Anbieter

Mit der gestern per Ad-hoc-Meldung veröffentlichten Akquisition sichert sich Steyr Motors 100 Prozent der Anteile an BUKH sowie der zugehörigen Immobiliengesellschaft. Der strategische Mehrwert liegt auf der Hand: Die bisherige Leistungsspanne von 120 bis 300 PS wächst durch die Integration auf 24 bis 700 PS an.

Diese Erweiterung ist entscheidend für das Wettbewerbsumfeld. Steyr Motors kann künftig als umfassender Anbieter für SOLAS-zertifizierte Rettungs- und Militärboote auftreten. Besonders im Bereich der unbemannten Wasserfahrzeuge (USV) bestand zuletzt eine hohe Nachfrage, die das Unternehmen aufgrund technischer Beschränkungen bisher nicht vollständig bedienen konnte. Die BUKH-Plattform löst dieses Problem und ermöglicht die Teilnahme an komplexeren Ausschreibungen.

Finanzierung und Synergien

Der Kaufpreis bewegt sich im mittleren siebenstelligen Bereich und wird durch einen Mix aus Barmitteln, Kreditlinien und einer Sachkapitalerhöhung finanziert. Hierfür gibt Steyr Motors 51.261 neue Aktien zu einem rechnerischen Kurs von 42,85 Euro aus. Der Abschluss der Transaktion wird noch für das erste Quartal 2026 erwartet.

Das Management rechnet bereits im ersten vollen Konsolidierungsjahr mit positiven Effekten auf das Konzern-EBIT. Neben Skaleneffekten durch höhere Stückzahlen stehen vor allem Cross-Selling-Potenziale im Fokus. Das margenstarke Aftermarket-Geschäft dürfte von der vergrößerten installierten Basis profitieren. Um die Integration zu sichern, bleibt der bisherige BUKH-CEO Søren Christiansen im Aufsichtsrat der Tochtergesellschaft eingebunden.

Blick auf die Zahlen

Die Akquisition folgt unmittelbar auf die Ankündigung einer neuen Holdingstruktur Mitte Februar, die explizit für solche M&A-Aktivitäten geschaffen wurde. Fundamental untermauert wird der Expansionskurs durch die vorläufigen Zahlen für 2025, die einen Umsatzsprung auf 48,5 Millionen Euro und eine bereinigte EBIT-Marge von 14,5 Prozent zeigten.

Am 6. März 2026 liefert der Geschäftsbericht 2025 die detaillierte finanzielle Basis für die weitere Bewertung der Aktie. Investoren werden beim begleitenden Earnings Call genau hinhören, wie schnell sich die angekündigten Synergien in der Bilanz niederschlagen. Die Hauptversammlung am 10. April muss zudem die neue Holdingstruktur final absegnen, um den Weg für weitere strategische Schritte zu ebnen.

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