Steyr Motors-Aktie: Dividendenpremiere steht an!

Der Motorenhersteller schlägt nach positivem Jahresabschluss 2025 eine erste Dividende vor und plant für 2026 eine deutliche Umsatzsteigerung auf bis zu 95 Millionen Euro.

Auf einen Blick:
  • Erste Dividendenausschüttung seit Börsengang vorgeschlagen
  • Umsatzsprung von 16,4 Prozent im Geschäftsjahr 2025
  • Akquisition von BUKH erweitert Marine-Portfolio
  • Ambitionierte Umsatzziele für das laufende Jahr

Der österreichische Motorenhersteller Steyr Motors hat heute seinen testierten Geschäftsbericht für 2025 vorgelegt – und kündigt gleichzeitig die erste Dividendenausschüttung seit dem Börsengang im Herbst 2024 an. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 10. April 2026 eine Dividende von 0,25 Euro je Aktie vor. Ein klares Signal an die Investoren, dass das Unternehmen sein Wachstum konsequent mit Shareholder-Renditen verbinden will.

Solides Wachstum trotz Verschiebungen

Das Geschäftsjahr 2025 brachte einen Umsatzsprung von 16,4 Prozent auf 48,5 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT erreichte 7,0 Millionen Euro, was einer Marge von 14,5 Prozent entspricht. Ohne einmalige Beratungskosten für M&A-Aktivitäten und kapitalmarktbezogene Effekte hätte das operative Ergebnis noch besser ausgesehen – das unbereinigte EBIT lag bei 5,8 Millionen Euro.

Temporäre Bremsspuren hinterließen verzögerte Budgetfreigaben bei staatlichen Auftraggebern sowie stichtagsbedingte Verschiebungen hochprofitabler Lizenzumsätze. Die strukturelle Nachfrage bleibt dennoch intakt: Der Auftragsbestand bis Ende 2030 kletterte auf über 300 Millionen Euro. Zusätzlich bestehen weitere Opportunitäten mit einem Volumen von mehr als 500 Millionen Euro, die noch nicht budgetiert sind.

BUKH-Übernahme erweitert Marine-Portfolio

Mit der im Februar 2026 unterzeichneten Akquisition von BUKH A/S aus Dänemark positioniert sich Steyr Motors als Full-Range-Anbieter für missionskritische Marine-Anwendungen. Die Leistungsbandbreite erweitert sich auf 24 bis 700 PS. BUKH bringt vor allem SOLAS-zertifizierte Motoren für Rettungs- und militärische Einsatzboote mit – ein margenstarkes Segment mit erheblichem Cross-Selling-Potenzial. Die Transaktion soll bereits im ersten vollen Konsolidierungsjahr EBIT-steigernd wirken.

Parallel dazu erschließt Steyr Motors neue Geschäftsfelder: Mit der modularen M12 Power Unit für mobile Energieerzeugung erwartet das Unternehmen bis 2030 ein kumuliertes Umsatzpotenzial von deutlich über 100 Millionen Euro. Der Serienstart ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant. Weitere Wachstumstreiber sind Unmanned Surface Vehicles und eine neue 2-Zylinder Auxiliary Power Unit für militärische Anwendungen.

Ambitionierter Ausblick für 2026

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet CEO Julian Cassutti mit einer deutlichen Beschleunigung: Der Umsatz soll auf 75 bis 95 Millionen Euro steigen, bei einer EBIT-Marge von mindestens 15 Prozent. Wachstumsimpulse kommen aus Asien, der MENA-Region und Nordamerika sowie aus strategischen Rahmenverträgen mit Partnern wie Rheinmetall Landsysteme und Laborde Products.

Die Aktie reagierte am Freitag im XETRA-Handel zurückhaltend und notierte zuletzt bei 42,70 Euro – ein Minus von 0,7 Prozent. Offenbar hatten Anleger auf eine höhere Erstdividende oder stärkere Impulse aus dem Geschäftsbericht gehofft. Die mittelfristige Perspektive bleibt dennoch intakt: Mit einem Auftragspolster von über 300 Millionen Euro und der strategischen Erweiterung im Marinebereich steht Steyr Motors solide da.

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