Stellantis: Zugang zu Tesla-Ladenetz erweitert!

Stellantis ermöglicht Kunden den Zugang zu über 27.500 Tesla-Superchargern in Nordamerika. Die Erweiterung der Ladeinfrastruktur soll die Attraktivität der Elektromodelle steigern.

Auf einen Blick:
  • Zugang zu über 27.500 Tesla-Superchargern in Nordamerika
  • Adapter für aktuelle Modelle erforderlich, ab 2027 werksseitig integriert
  • Maßnahme folgt auf 22 Milliarden Euro Abschreibung im Elektrogeschäft
  • Strategiewechsel von reinen Volumenvorgaben zu Multi-Energie-Ansatz

Stellantis hat den Zugang zu Tesla-Superchargern für seine Elektrofahrzeuge in Nordamerika freigegeben. Ab sofort können Besitzer von Elektromodellen der Marken Dodge, Jeep, Ram, Fiat und Maserati über 27.500 Tesla-Ladestationen nutzen. Die Erweiterung der Ladeinfrastruktur dürfte die Attraktivität der Elektrofahrzeuge erhöhen, die derzeit das schwächste Segment im Konzernportfolio darstellen.

Adapter-Lösung für bestehende Modelle

Die Nutzung der Tesla-Supercharger erfolgt über einen Free2move Charge NACS-CCS1 DC-Adapter, den Kunden bei zertifizierten Stellantis-Händlern und über Mopar.com erwerben können. Kompatibel sind unter anderem der Dodge Charger Daytona, Jeep Wagoneer S, Ram ProMaster EV sowie verschiedene Maserati-Elektromodelle der Baujahre 2024 bis 2026. Die Free2move Charge App soll dabei helfen, verfügbare Ladestationen zu finden und den Ladevorgang abzuwickeln.

Ab dem Modelljahr 2027 wird der Dodge Charger Daytona als erstes Stellantis-Fahrzeug werksseitig mit einem NACS-Ladeanschluss ausgestattet. Damit entfällt künftig die Notwendigkeit eines zusätzlichen Adapters beim Laden an Tesla-Stationen.

Stellantis N.V. Aktie Chart

Reaktion auf schwache Nachfrage im Elektrosegment

Die Erweiterung des Ladenetzes erscheint vor dem Hintergrund der jüngsten Geschäftsentwicklung als strategische Notwendigkeit. Stellantis hatte kürzlich eine Abschreibung von 22 Milliarden Euro vorgenommen, um das Geschäft neu auszurichten. Die verhaltene Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zwang den Konzern zu einem Strategiewechsel von reinen Volumenvorgaben hin zu einem „Multi-Energie-Ansatz“.

Von der Gesamtsumme entfallen 14,7 Milliarden Euro auf die Anpassung der Produktplanung an Kundenpräferenzen, 2,1 Milliarden Euro auf die Verkleinerung der Lieferkette für Elektrofahrzeuge und 5,4 Milliarden Euro auf sonstige Kosten. Diese Maßnahmen sollen deutlich reduzierte Volumen- und Rentabilitätserwartungen kompensieren.

Die Frage bleibt, inwieweit der verbesserte Zugang zu Ladeinfrastruktur die grundsätzliche Nachfrageschwäche bei Elektrofahrzeugen ausgleichen kann. Die Integration in das Tesla-Netzwerk könnte zwar Reichweitenängste reduzieren, löst aber nicht die Herausforderungen bei Preis und Produktakzeptanz, die Stellantis zu der massiven Abschreibung gezwungen haben.

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