Stellantis Aktie: Zölle bremsen Erholung

Stellantis kehrt im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurück, leidet aber unter US-Zöllen und schwachen Europa-Geschäften. Die Aktie reagiert mit deutlichen Kursverlusten.

Auf einen Blick:
  • Nettogewinn von 293 Millionen Euro erzielt
  • US-Zölle belasten mit einer Milliarde Euro
  • Europa-Geschäft bleibt operativ defizitär
  • Aktienkurs bricht zeitweise um acht Prozent ein

Stellantis schreibt wieder schwarze Zahlen — und trotzdem rauschte die Aktie ab. Der Grund liegt nicht im Ergebnis selbst, sondern in dem, was dahinter steckt: ein starkes Nordamerika-Geschäft, das von US-Zöllen und einem schwächelnden Europa-Markt förmlich aufgefressen wird.

Rückkehr in die Gewinnzone, aber mit Kratzern

Im zweiten Quartal drehte der Jeep- und Opel-Mutterkonzern von einem Verlust von 1,87 Milliarden Euro im Vorjahr auf einen Nettogewinn von 293 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 13 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro, getragen von einem Absatzplus von 10 Prozent auf rund 1,6 Millionen Fahrzeuge. Das bereinigte operative Ergebnis verdreifachte sich auf 773 Millionen Euro — verfehlte damit aber die Analystenschätzung von 914 Millionen Euro deutlich.

Die operative Marge bleibt mit 1,8 Prozent dünn. Genau das monierten Analysten der US-Bank Citi: Der positive Free Cashflow von 1 Milliarde Euro, der die eigene Prognose von 600 Millionen Euro klar übertraf, sei zwar willkommen. Investoren würden aber erst dann wieder Vertrauen fassen, wenn sich die operative Performance nachhaltiger verbessert.

Europa bremst, Zölle kosten Milliarden

Während Nordamerika mit einem Absatzplus von 6 Prozent den Turnaround trägt, bleibt das Europa-Geschäft ein Problemfall. Der Preisdruck auf dem Kontinent fraß nach Einschätzung von Jefferies-Analyst Philippe Houchois einen Großteil des nordamerikanischen Schwungs wieder auf — operativ schreibt die Region weiter rote Zahlen.

Hinzu kommen die US-Zölle. Konzernchef Antonio Filosa bezifferte die erwartete Belastung für das laufende Jahr auf mindestens 1 Milliarde Euro, konzernweit rechnet Stellantis mit einem Gegenwind zwischen 1,0 und 1,2 Milliarden Euro. Besonders zu spüren bekommt das der in Mexiko gefertigte Jeep Cherokee: Statt die Produktion voll hochzufahren, drosselt der Konzern bewusst bestimmte Ausstattungsvarianten und konzentriert sich auf margenstärkere Modelle.

Markt reagiert nervös

An der Börse in Mailand brach die Aktie zeitweise um mehr als 8 Prozent ein, bevor sich der Kurs etwas erholte. In Paris fiel das Papier auf etwas über 5 Euro, in New York büßte die Aktie rund 3 Prozent ein. Damit hat sich der Kurs seit dem Frühjahr 2024, als noch über 25 Euro gezahlt wurden, mehr als geviertelt.

Filosa verteidigte seinen fünfjährigen FaSTLAne-2030-Plan mit einem Investitionsvolumen von 60 Milliarden Euro und bestätigte die Jahresprognose: ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie eine niedrige einstellige operative Marge. Der Weg sei lang, sagte er selbst — die Zahlen vom Donnerstag liefern dafür den ersten konkreten Beleg.

Stellantis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Stellantis-Analyse vom 30. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Stellantis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Stellantis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Stellantis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)