Stellantis verbessert im dritten Quartal alle Finanzkennzahlen gegenüber dem Vorjahr und bestätigt die Jahresprognose. Trotzdem bleibt das Bild gemischt: Das operative Ergebnis liegt knapp über der Nulllinie, der Industrie-Cashflow tief im Minus.
Zahlen im Detail
Der Nettoumsatz stieg um ein Prozent auf 37,6 Milliarden Euro. Europa und Südamerika legten je drei Prozent zu, Nordamerika verlor wegen geplanter Produktionspausen drei Prozent. Im Nahen Osten und in Afrika brach der Umsatz um 19 Prozent ein.
Unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 0,5 Milliarden Euro. Das sind 90 Prozent weniger als vor einem Jahr, als hohe Sonderbelastungen das Ergebnis drückten. Das bereinigte operative Ergebnis erreichte 0,3 Milliarden Euro, die Marge liegt bei 0,7 Prozent.
Alle Regionen schrieben positive Margen, nur Europa nicht. Dort sank die Marge um 3,4 Prozentpunkte. Nordamerika verbesserte sich dagegen um ebenso viel.
Cash bleibt die Baustelle
Der Industrie-Cashflow lag bei minus 4,0 Milliarden Euro, immerhin 0,3 Milliarden besser als 2025. Die Liquidität beträgt 42,7 Milliarden Euro und damit 26 Prozent des Umsatzes der vergangenen zwölf Monate. Das liegt im angepeilten Korridor von 25 bis 30 Prozent.
Konzernchef Antonio Filosa verweist auf das Sparprogramm. Mindestens 40 Prozent der angestrebten Effizienzgewinne von sechs Milliarden Euro sollen bis Jahresende umgesetzt sein. Im vierten Quartal erwartet das Unternehmen Einsparungen im mittleren dreistelligen Millionenbereich, etwa doppelt so viel wie im dritten.
Für 2027 stellt Stellantis weiterhin einen positiven Industrie-Cashflow in Aussicht.
Ausblick für das Schlussquartal
Das Management rechnet mit höheren Auslieferungen als im dritten Quartal und einem weitgehend stabilen Preisumfeld. Die Lagerbestände in Nordamerika sollen sich bis Dezember auf Vorjahresniveau bewegen. Belastend wirken zusätzliche Kosten für Speicherchips und Rückrufe. Die Zollkosten beziffert der Konzern für das Gesamtjahr netto auf 1,0 Milliarden Euro, 0,6 Milliarden fielen bis September an.
Operativ gibt es Lichtblicke. In Nordamerika wuchs der Marktanteil auf 7,5 Prozent, getragen von Ram, deren Absatz um 30 Prozent zulegte. In Europa stiegen die Verkäufe reiner Elektro-Pkw um 65 Prozent, inklusive Leapmotor um 93 Prozent. Der Marktanteil in der EU30-Region sank allerdings um 0,6 Prozentpunkte auf 14,8 Prozent.
Die nächste Gelegenheit für Details liefert die Telefonkonferenz heute um 13 Uhr. Am 10. Dezember folgt in Modena der Kapitalmarkttag zu FaSTLAne 2030 und Maserati.
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