Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat am heutigen Dienstag ihre vorläufige Untersuchung zu Bränden im Motorraum bei mehr als einer Million Fahrzeugen des Konzerns Stellantis eingestellt. Die Überprüfung konzentrierte sich auf die Geländewagenmodelle Jeep Wrangler und Jeep Gladiator. Für den Automobilhersteller bedeutet der Schritt das Ende eines seit zwei Jahren laufenden regulatorischen Prüfverfahrens im wichtigen nordamerikanischen Markt.
Rückrufaktion beseitigt behördliche Bedenken
Die Untersuchung war im September 2024 eingeleitet worden und umfasste zunächst rund 781.500 Fahrzeuge. Anlass waren Berichte über Brände, die bei abgestellten und ausgeschalteten Fahrzeugen im Bereich der Servolenkungspumpe ausgebrochen waren. Laut Reuters teilte die NHTSA nun mit, dass die Angelegenheit nach technischen Nachbesserungen des Herstellers beigelegt sei.
Chrysler hatte die bestehenden Rückrufe im Juni 2026 auf knapp 1,08 Millionen Fahrzeuge der Modelljahre 2021 bis 2025 ausgeweitet. Betroffen waren Einheiten, die zwischen dem 24. Juni 2020 und dem 2. Dezember 2024 gefertigt wurden. Die Aufsichtsbehörde erklärte, mit diesem Rückruf seien die beanstandeten Ursachen behoben. Dennoch will die Behörde das betroffene Fahrzeugsegment weiter beobachten.
Lieferprobleme bremsen Fertigung in Europa
Während die US-Aufsicht die Akte schließt, sieht sich Stellantis in Europa mit operativen Engpässen in der Elektromobilität konfrontiert. Das französische Werk La Janais südlich von Rennes muss die Bänder im Oktober an sieben Tagen anhalten.
Betroffen sind der 22. und 23. Oktober sowie die fünf Arbeitstage der Folgewoche. Grund für die Unterbrechung sind Lieferverzögerungen bei Antriebsbatterien für die Elektroversion des kompakten SUV Citroën C5 Aircross.
Die benötigten Akkupakete stammen aus dem Werk von Automotive Cells Company (ACC) im Département Pas-de-Calais. Das Gemeinschaftsunternehmen von Stellantis, TotalEnergies und Mercedes kommt nach Angaben der Werksleitung beim Hochlauf der Fertigung für die reichweitenstarken 680-Kilometer-Batterien langsamer voran als vorgesehen. Für die betroffenen Mitarbeiter in La Janais ist während des einwöchigen Produktionsstopps Kurzarbeit in Kombination mit Schulungsmaßnahmen geplant.
Kurs bleibt nahe Jahrestief
An der Börse sorgte das Ende der US-Untersuchung am Dienstag nicht für nachhaltige Erleichterung. Die Stellantis-Aktie notiert heute bei 4,04 Euro und damit 0,6 Prozent im Minus. Damit bewegt sich der Titel weiterhin in unmittelbarer Nähe seines 52-Wochen-Tiefs von 3,93 Euro, das der Wert erst in der vergangenen Woche markiert hatte.
Stellantis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Stellantis-Analyse vom 29. September liefert die Antwort:
Die neusten Stellantis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Stellantis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
