Während die Aktie von Stellantis seit Jahresbeginn massiv unter Druck steht, sendet die Tochtermarke Alfa Romeo deutliche Lebenszeichen. Im ersten Halbjahr 2026 legte die Traditionsmarke in wichtigen Märkten zweistellig zu. Besonders ein neues Modell treibt die Verkaufszahlen nach oben.
Zweistelliges Wachstum in Kernmärkten
Die Verkaufszahlen in Japan verdoppelten sich nahezu mit einem Plus von 95 Prozent. Parallel dazu kletterten die Neuzulassungen in Großbritannien um 24 Prozent. In Mexiko sorgte der neue Alfa Romeo Junior für ein Wachstum von 90 Prozent.
Inzwischen ist die Marke in 70 Ländern weltweit aktiv. Italien, Frankreich und Deutschland bleiben dabei die volumenstärksten Märkte.
Modelloffensive zeigt Wirkung
Der kompakte Sportwagen Junior entwickelte sich im ersten Halbjahr zum meistverkauften Modell der Marke. Er führt die interne Statistik vor dem Tonale und dem SUV Stelvio an. Auch exklusive Sonderserien stießen auf hohes Interesse. Die zehn Einheiten der limitierten Giulia Quadrifoglio Luna Rossa waren in Rekordzeit ausverkauft.
Der Mutterkonzern Stellantis steigerte seine weltweiten Auslieferungen im zweiten Quartal um zehn Prozent auf 1,6 Millionen Fahrzeuge. Vor allem in Nordamerika legte das Unternehmen mit einem Plus von 38 Prozent kräftig zu.
In Europa verzeichnete der Konzern einen Zuwachs von fünf Prozent. Diese Entwicklung stützt die ambitionierten Ziele des Automobilgiganten in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld.
Börsenkurs hinkt operativer Erholung hinterher
Trotz der positiven Absatzzahlen bleibt die Stimmung an der Börse angespannt. Die Aktie schloss den Handel am Freitag bei 5,07 Euro ab. Das entspricht einem Minus von rund 46 Prozent seit Jahresbeginn.
Das Management wird noch im Juli die vollständigen Finanzzahlen für das zweite Quartal 2026 vorlegen. Diese Daten werden zeigen, wie stark die Absatzsteigerungen die Margen des Autogiganten beeinflussen.
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