Ein schwarzer Freitag für Stellantis-Aktionäre. Die Notierungen brachen heute um bis zu 20 % ein und fielen in Mailand zeitweise auf 6,55 Euro. Das ist der tiefste Stand seit Juni 2020. In Paris ging es immerhin noch um 17,5 % nach unten. Der Grund für dieses Desaster liegt auf der Hand.
Der französisch-italienische Autobauer hat Abschreibungen in Höhe von rund 22,2 Milliarden Euro für das zweite Halbjahr 2025 bekanntgegeben. Diese gigantische Summe übertrifft selbst die pessimistischsten Erwartungen der Analysten bei weitem. Die Mailänder Bank Equita hatte mit etwas über 2 Milliarden Euro gerechnet. Die Realität fällt nun elfmal so hoch aus.
Strategiewechsel kommt teuer zu stehen
Stellantis rudert bei der Elektromobilität zurück. CEO Antonio Filosa spricht von einer Überschätzung des Tempos der Energiewende. Man habe sich zu weit von den realen Bedürfnissen der Autokäufer entfernt. Jetzt setzt das Unternehmen wieder verstärkt auf Wahlfreiheit mit Elektro-, Hybrid- und modernen Verbrennungsmotoren.
Die Konsequenzen sind brutal. Für 2026 wird es keine Dividende geben. Stellantis weist für das Gesamtjahr 2025 einen Nettoverlust von 19 bis 21 Milliarden Euro aus. Um die Liquidität zu sichern, plant der Konzern die Ausgabe von Hybridanleihen im Volumen von bis zu 5 Milliarden Euro. Immerhin verfügt man noch über rund 46 Milliarden Euro an verfügbarer Liquidität.
Die Anleger sind geschockt und fragen sich jetzt, ob hier überhaupt noch Potenzial vorhanden ist. Die Auslieferungszahlen für das vierte Quartal zeigen zwar ein Plus von 9 Prozent auf 1,5 Millionen Einheiten. Nordamerika legte sogar um 43 Prozent zu. Doch diese positiven Signale werden von den massiven Abschreibungen komplett überlagert. Am 21. Mai will Stellantis beim Investorentag die neue Strategie im Detail vorstellen. Bis dahin dürfte die Nervosität anhalten.
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