Ein weiterer Analyst nimmt Abschied vom Optimismus. Berenberg hat Stellantis von „Buy“ auf „Hold“ zurückgestuft und das Kursziel deutlich gekappt — von 7,80 auf 5,10 Euro. Die Begründung fällt dabei ungewöhnlich konkret aus.
Schwacher operativer Hebel bremst Erholung
Analyst Romain Gourvil sieht das Grundproblem in der Margenentwicklung. Der operative Hebel für die erwartete Volumenerholung falle zu schwach aus, um die Profitabilität nachhaltig zu stützen. Das wirft laut Berenberg berechtigte Fragen auf, wie stark sich steigende Absatzzahlen tatsächlich im Ergebnis niederschlagen.
Hinzu kommt ein struktureller Belastungsfaktor: der Abbau von Lagerbeständen. Solange Händler und Werke überschüssige Fahrzeugbestände abbauen, könnte das die Absatzvolumina zusätzlich bremsen — und damit genau jene Erholung verzögern, auf die viele Anleger gesetzt hatten.
Die Abstufung reiht sich in eine Serie kritischer Einschätzungen der vergangenen Wochen ein. Kursziel-Senkungen mehrerer Häuser haben das Bild rund um den Autobauer zuletzt eingetrübt, wobei die Sorge um Lagerbestände und Margendruck ein wiederkehrendes Motiv bleibt.
Operative Fortschritte auf der Modellseite, etwa bei nordamerikanischen Marken wie Dodge, ändern an dieser fundamentalen Einschätzung wenig — sie betreffen das Markenerlebnis, nicht die Bilanzkennzahlen, auf die Berenberg seine Neubewertung stützt.
Für die kommenden Quartale bleibt die Kernfrage laut Berenberg, wie schnell sich die Lagerbestände normalisieren und ob die Volumenerholung tatsächlich mit besseren Margen einhergeht. Bis dahin sehen die Analysten das Aufwärtspotenzial der Aktie als begrenzt an.
Stellantis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Stellantis-Analyse vom 16. September liefert die Antwort:
Die neusten Stellantis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Stellantis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
