Stellantis setzt alles auf eine Karte: das Flottengeschäft. In Turin versammelte der Autogigant über 50 europäische Großkunden, um die Mobilität der Zukunft zu präsentieren. Es geht um nichts Geringeres als die Neuausrichtung eines strauchelnden Riesen.
Neue Modelle und starke Partner
Der Strategieplan „FaSTLAne 2030“ gibt die Richtung vor. Bis zum Ende des Jahrzehnts will der Konzern mehr als 60 neue Fahrzeugmodelle einführen. Im Fokus stehen dabei die globalen Marken Jeep, Ram, Peugeot und Fiat.
Für diesen Umbau nimmt das Management viel Geld in die Hand. Über 24 Milliarden Euro fließen in den nächsten fünf Jahren in neue Plattformen und Technologien. Ein Großteil dieser Investitionen landet bei der Nutzfahrzeugsparte Pro One.
Unterstützung kommt aus China. Der Partner Leapmotor meldete im Juni den Meilenstein von 1,5 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen. Stellantis kontrolliert 51 Prozent des internationalen Joint Ventures und plant die gemeinsame Produktion in Europa.
Kurstief belastet die Stimmung
An der Börse herrscht derweil Katerstimmung. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn fast 43 Prozent an Wert. Mit einem Kurs von 5,59 Euro kämpft das Papier mühsam gegen den weiteren Abstieg in Richtung des Jahrestiefs von 5,25 Euro.
Die kommende Woche bringt neue Impulse durch wichtige Konjunkturdaten. Besonders die Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone und den USA stehen unter Beobachtung. Diese Daten könnten den gesamten Automobilsektor bewegen.
Im Juli veröffentlicht Stellantis die Ergebnisse für das zweite Quartal. Anleger warten dann auf handfeste Belege für den Erfolg der neuen Strategie.
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