Das Gemeinschaftsunternehmen Smackover Lithium hat die vertragliche Basis für sein Vorhaben in Südwest-Arkansas ausgebaut. Durch die Anpassung des Liefervertrags mit Trafigura Trading LLC sichert sich das Vorhaben von Standard Lithium und Equinor zusätzliche Abnahmemengen. Damit übertreffen die festen und optionalen Zusagen das ursprünglich anvisierte Ziel für das geplante Produktionsvolumen.
Die am 28. September vereinbarte Vertragsanpassung erweitert den Kontrakt mit Trafigura um eine Option auf jährlich 4.000 Tonnen batteriefähiges Lithiumkarbonat. Zusammen mit der bestehenden Basisverpflichtung beläuft sich das mögliche Liefervolumen an das Handelshaus auf bis zu 12.000 Tonnen pro Jahr auf Basis von Take-or-pay-Bedingungen.
Mit diesem Schritt baut das Konsortium die Kundenbasis weiter aus. Die Vereinbarungen sollen die künftige Produktion absichern und schaffen die Grundlage für die weiteren Projektschritte in Südwest-Arkansas.
Gemeinsam mit den Lieferverpflichtungen gegenüber LG Energy Solution summieren sich die Zusagen auf 20.000 Tonnen jährlich. Damit übertrifft das Gemeinschaftsunternehmen die anvisierte Zielmarke von 18.000 Tonnen. Die geplante jährliche Nennkapazität des South-West-Arkansas-Projekts beläuft sich auf 22.500 Tonnen.
Mit diesen Verträgen hat das Vorhaben die wesentlichen Bedingungen auf der Absatzseite erfüllt. Die Absicherung der Abnahmemengen verschafft den Partnern Planungssicherheit und bildet das Fundament für anstehende Gespräche mit Kapitalgebern.
Fremdkapital für die finale Entscheidung
Nach dem Erreichen der Abnahmeziele konzentriert sich Smackover Lithium auf die Strukturierung der Projektfinanzierung. Angestrebt wird dabei ein Paket von rund 1,1 Milliarden $ in Form von vorrangig besicherten, regressbeschränkten Mitteln.
Dieses Fremdkapitalkontingent gilt als Voraussetzung für die endgültige Investitionsentscheidung. Das Gemeinschaftsunternehmen peilt diesen Meilenstein für den späteren Verlauf des laufenden Jahres an. Erst mit der gesicherten Finanzierung kann das Vorhaben in die nächste Umsetzungsphase übergehen.
Branchenumfeld belastet die Notierung
Trotz der operativen Fortschritte stand die Aktie von Standard Lithium zuletzt unter dem Einfluss des schwachen Branchenumfelds. Am 25. September gerieten die Papiere im Zuge eines allgemeinen Ausverkaufs im Lithiumsektor unter Druck. Medienberichten zufolge belasteten fallende Futures für Lithiumkarbonat in China die Branchenstimmung.
Unternehmensspezifische Auslöser für den Kursrückgang waren zu diesem Zeitpunkt nicht auszumachen. Vielmehr erfasste die sektorweite Verunsicherung bezüglich der Rohstoffpreise auch Entwicklungsgesellschaften in der Planungsphase.
Am heutigen Mittwoch notiert die Aktie bei 1,54 Euro, was einem Tagesgewinn von 1,2 Prozent entspricht. Gestern hatte das Papier bei 1,50 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markiert. Ob die vertraglich gesicherten Mengen für eine nachhaltige Bodenbildung sorgen, entscheidet sich an den Fortschritten bei der anvisierten Fremdkapitalfinanzierung.
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