Stadler Rail Aktie: Rückschlag im Streit um EMU400

Symbolbild, KI-generiert

Der Servicevertrag läuft zwei Jahre länger; Wasserstoffzüge werden getestet, während die tschechische Vergabe weiter offen ist.

Auf einen Blick:
  • Wartung von 58 FLIRT-Zügen verlängert
  • Greater-Anglia-Vertrag läuft zwei Jahre länger
  • Stadler testet Wasserstoffzüge für Süditalien
  • Tschechischer Vergabeprozess bleibt ungeklärt

Stadler Rail bindet Greater Anglia länger an sein Servicegeschäft: Am Dienstag verlängerten beide Unternehmen den Full-Service-Wartungsvertrag für 58 FLIRT-Züge um zwei Jahre. Damit setzt sich die Zusammenarbeit bei dieser Flotte fort. Der Vertragsverlängerung stehen allerdings offene Fragen bei einer tschechischen Zugvergabe gegenüber, während Stadler zugleich die Erprobung seiner Wasserstoffzüge vorantreibt.

Längere Zusammenarbeit bei der Wartung

Nach Unternehmensangaben betrifft die Vereinbarung mit Greater Anglia die Wartung der bestehenden FLIRT-Flotte. Die Nachricht ist damit klar von einer zusätzlichen Fahrzeugbestellung zu unterscheiden: Stadler verlängert eine Servicevereinbarung und gewinnt keinen neuen Lieferauftrag.

Für Anleger liegt die Bedeutung in der Fortsetzung des Vertragsverhältnisses. Die Wartungsleistungen bleiben länger bei Stadler. Daraus lässt sich allerdings weder ein zusätzlicher Fahrzeugabsatz noch eine bestimmte Ergebniswirkung ableiten. Die Verlängerung ist zunächst ein Beleg für die fortgesetzte Zusammenarbeit mit dem Kunden.

Tschechische Vergabe bleibt umstritten

Einen anderen Verfahrensstand meldete die tschechische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde ÚOHS am 15. Oktober. Sie wies den Antrag von Stadler-Gruppengesellschaften gegen die Vergabe des EMU400-Zugauftrags der České dráhy zurück. Diese erstinstanzliche Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

Zugleich blieb das Verbot bestehen, den Vertrag mit dem ausgewählten Anbieter zu schließen. Die Zurückweisung des Antrags bedeutet daher keinen abgeschlossenen Vergabeprozess. Für die Einordnung ist diese Unterscheidung entscheidend: Stadler erlitt in erster Instanz einen Rückschlag, der Vertragsabschluss blieb jedoch weiterhin untersagt.

Medienberichten zufolge reichte Stadler zudem einen weiteren Antrag ein. Er beanstandet eine mögliche wesentliche Änderung des Angebots der ausgewählten Škoda Group nach Ablauf der Angebotsfrist. Dazu leitete ÚOHS ein erstinstanzliches Verfahren ein. Die behauptete Angebotsänderung ist damit Gegenstand einer Prüfung und keine festgestellte Tatsache.

Wasserstoffzüge gehen in die Erprobung

Parallel dazu startete Stadler am 16. Oktober Tests des für Sardinien gebauten Schmalspur-Wasserstoffzugs. Die Fahrten finden auf einem 950-Millimeter-Testgleis zwischen Hemishofen und Ramsen statt.

Auf dieser Strecke sollen in den kommenden drei Jahren insgesamt 21 Wasserstoffzüge für Sardinien, Kalabrien und Sizilien erprobt werden. Der Testbeginn markiert einen technischen Projektschritt, nicht den Abschluss der Erprobung.

Damit ergeben sich unterschiedliche Signale für Anleger: Die Wartungsverlängerung bestätigt eine bestehende Kundenbeziehung, die Testfahrten bringen ein Fahrzeugprojekt voran. Beim tschechischen Auftrag bleibt dagegen der weitere Verfahrensausgang maßgeblich. Keines dieser Ereignisse ersetzt eine Aussage über die daraus entstehende Ertragswirkung.

Stadler Rail-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Stadler Rail-Analyse vom 22. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Stadler Rail-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Stadler Rail-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Stadler Rail: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)