Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail hat einen bedeutenden Auftrag aus dem Kanton Freiburg erhalten. Das Unternehmen liefert insgesamt 13 vierteilige Triebzüge vom Typ Flirt-Evo an die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF).
Das Auftragsvolumen für die Modernisierung der Regionalflotte beläuft sich auf 117 Millionen Schweizer Franken (CHF). Die Anleger reagierten positiv auf die Nachricht: Am Freitag legte der Kurs um 3,9 Prozent zu und schloss bei 26,10 Euro.
Modernisierung der Regionalverkehrsflotte ab 2028
Der Vertrag sieht vor, dass die neuen Züge ab Dezember 2028 schrittweise in Betrieb genommen werden. Nach der Auslieferung des ersten Fahrzeugs soll im Rhythmus von zwei Monaten jeweils ein weiterer Triebzug folgen. Mit dieser Beschaffung treibt die TPF die Erneuerung ihrer Flotte im Regionalverkehr voran. Die neuen Flirt-Evo-Modelle sollen ältere Einheiten der Bauart Domino ersetzen, die schrittweise außer Betrieb genommen werden.
Jeder der vierteiligen Züge weist eine Länge von 70 Metern auf und bietet Platz für insgesamt 369 Fahrgäste, davon 164 auf Sitzplätzen. Medienberichten zufolge sind die Fahrzeuge vollständig barrierefrei konzipiert, um den aktuellen Anforderungen an den öffentlichen Nahverkehr gerecht zu werden. Die Höchstgeschwindigkeit der Triebzüge ist auf 160 Kilometer pro Stunde ausgelegt.
Kursentwicklung und operativer Ausblick
Für Stadler Rail stellt dieser Auftrag eine Fortsetzung der stabilen Auftragslage dar. Das Unternehmen konnte seit Jahresbeginn einen Kurszuwachs von 20 Prozent verzeichnen. Dabei notiert das Papier derzeit etwa 12 Prozent über dem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage, der bei 23,25 Euro liegt.
Der neue Abschluss folgt auf eine Phase unterschiedlicher Nachrichtenlagen für den Konzern. Vor rund einem Monat konnte das Unternehmen einen versuchten Cyber-Erpressungsversuch erfolgreich abwehren; seit der Entwarnung nach diesem Vorfall verbesserte sich der Kurs um 3,7 Prozent. Zuvor hatte ein Großauftrag über Hybrid-Lokomotiven für Schlagzeilen gesorgt, wobei der Kurs in den vergangenen drei Wochen seither um 2,8 Prozent nachgab.
Die aktuelle Bestellung aus Freiburg unterstreicht die Position des Herstellers im Markt für Regionalzüge. Während andere Branchenvertreter zuletzt von Sondereffekten profitierten, etwa durch Zollrückerstattungen in den USA, setzt Stadler Rail weiterhin auf das Wachstum durch Infrastrukturprojekte im europäischen Kernmarkt. Das Unternehmen festigt damit seine Rolle als wichtiger Partner für die Modernisierung des Schweizer Schienennetzes.
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