Der australische Minenentwickler St George Mining rückt tiefer in die US-amerikanische Versorgungskette für Seltene Erden vor. Der Grund: REalloys Inc., der strategische Partner aus Ohio, hat eine langfristige Abnahmevereinbarung geschlossen – und das Araxá-Projekt in Brasilien ist explizit Teil des neuen Liefernetzwerks.
Die Aktie von St George Mining notiert am Donnerstag bei 0,07 Euro. Das ist fast ein Drittel unter dem 52-Wochen-Hoch von 0,10 Euro. Immerhin: Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp zwölf Prozent.
REalloys baut Netzwerk auf – Araxá ist mit dabei
Der US-Konzern REalloys (NASDAQ: ALOY) sicherte sich eine verbindliche Abnahmevereinbarung mit Critical Metals Corp. – konkret für Rohstoff aus dem Tanbreez-Projekt auf Grönland. Die Mitteilung nennt das Araxá-Projekt als „Supply Collaboration“-Partner im Rahmen einer neuen Lieferkette, die explizit chinesische Produktion umgehen soll.
St George Mining hatte seine strategische Partnerschaft mit REalloys bereits Ende 2025 vertieft. Anfang 2026 weiteten beide Seiten die Allianz weiter aus. Der aktuelle Rahmen sieht eine Abnahmevereinbarung über bis zu 40 Prozent der künftigen Förderung aus dem Araxá-Projekt vor – für Niob und Seltene Erden.
Die wichtigsten Fakten zum Araxá-Projekt:
– JORC-konforme Ressourcenschätzung: 70,91 Millionen Tonnen
– Gehalt: 4,06 Prozent Seltene Erden (TREO)
– Standort: Minas Gerais, direkt neben den weltgrößten Niob-Minen
– Status: laufende Entwicklungsstudien, REalloys testet aktuell das verarbeitete Material
Zeitplan ist ambitioniert
Das Ziel ist eindeutig: REalloys will ab Anfang 2027 im kommerziellen Maßstab Hochleistungsmagnete produzieren – solche mit Dysprosium, Terbium und Neodym. Ab dem 1. Januar 2027 verschärfen die USA die Beschaffungsauflagen für Seltene Erden aus Nicht-Verbündeten. Die Partnerschaft mit St George Mining kommt also genau zum richtigen Zeitpunkt.
REalloys führt derzeit metallurgische Tests mit den Oxalaten aus Araxá durch. Ziel ist der Nachweis, dass das brasilianische Material mit den patentierten Trennverfahren für nordamerikanische Verteidigungs- und Energieanwendungen kompatibel ist.
Nächste Schritte
St George Mining hat rund 3,94 Milliarden Aktien ausstehend, die Marktkapitalisierung liegt bei umgerechnet etwa 414 Millionen Australischen Dollar. Der Fokus verschiebt sich jetzt von der Bohrphase hin zur Machbarkeit.
Das Partnerschaftsmodell sieht eine „Mine-to-Magnet“-Lösung vor. Technische Updates zur Verarbeitungsroute und zu Ergebnissen der Pilotanlage werden für die kommenden Monate erwartet – bevor die finale Investitionsentscheidung fällt.
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