Spotify Aktie: Prognose zündet Rally

Symbolbild, KI-generiert

Spotify übertraf im dritten Quartal die eigene Gewinnvorgabe; für das Schlussquartal plant der Konzern weiteres Wachstum.

Auf einen Blick:
  • Operativer Gewinn über Unternehmensziel
  • Umsatz knapp unter Markterwartung
  • Sechs Millionen Premium-Abonnenten hinzugewonnen
  • Hörbücher starten in drei Ländern

Der Streamingdienst hat im dritten Quartal bei den Abonnenten geliefert und beim Gewinn die eigene Vorgabe übertroffen. Die Aktie sprang im US-Handel zeitweise um mehr als neun Prozent nach oben. Besonders der Ausblick auf das Schlussquartal gibt dem Kurs Rückenwind.

Gewinn über Plan, Umsatz knapp darunter

Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 16 Prozent auf rund fünf Milliarden Euro. Das lag leicht unter der mittleren Analystenschätzung. Der operative Gewinn kletterte um 15 Prozent auf 672 Millionen Euro und übertraf die Unternehmensprognose, weil Kosten für Werbung und Personal niedriger ausfielen als erwartet.

Beim Ergebnis je Aktie fiel das Bild schwächer aus: Es sank laut Marktdaten um 24 Prozent auf 2,48 Euro und verfehlte die Erwartung von 2,80 Euro.

Die Zahl der zahlenden Abonnenten wuchs um sechs Millionen auf 306 Millionen und übertraf damit die frühere Unternehmensprognose. Die monatlich aktiven Nutzer legten um elf Prozent auf 788 Millionen zu.

Ausblick und neue Wachstumsfelder

Für das vierte Quartal peilt Spotify einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 820 Millionen Euro an. Die Zahl der Premium-Kunden soll auf 316 Millionen steigen, die der aktiven Nutzer auf 818 Millionen. Beim Umsatz lag die Erwartung des Marktes mit 5,24 Milliarden Euro minimal höher.

Wachstum verspricht sich das Management auch von Hörbüchern, die nun in Spanien, Mexiko und Norwegen starten. Zusätzliche Erlöse sollen „Super-Nutzer“ bringen, die für mehr Hörzeit einen Aufpreis zahlen. Parallel dazu baut der Konzern KI-gestützte Funktionen aus, etwa Playlists, die per Stimmungsabfrage entstehen. Gegen die Konkurrenz von YouTube setzt Spotify zudem auf sein Podcast-Angebot.

Co-CEO Alex Norström sieht das Unternehmen auf Kurs: Die Kosten würden moderater, und es gebe „mehr Spielraum“ nach vorn.

Der Test steht noch aus

Bernstein-Analyst Ian Moore lobte die Zahlen, mahnte aber, der große Test komme erst noch. Entscheidend sei, wann sich die Ausgaben für Werbung, Cloud und KI normalisieren und wann Spotify davon beim Gewinn profitiert. Ebenso offen sei, ob die Gewinnprognose fürs Schlussquartal zu vorsichtig angesetzt ist.

Die Aktie notierte zuletzt bei rund 579 US-Dollar und näherte sich damit dem oberen Rand der Spanne, in der sie seit Monaten feststeckt. Ein Ausbruch darüber hinaus würde den Seitwärtstrend beenden.

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