.. Umsatzes“), der laut Fact-Checker korrekt bei etwa 78-fach liegt. Dies ist der einzige klar durch die Textgrundlage (Transkript) gestützte Fehlerpunkt, der sich eindeutig beheben lässt – die anderen Punkte (Entity-Confusion zu Meta/Apple/Amazon) betreffen nicht diesen Artikel, sondern offenbar eine falsche Zuordnung des Prüfsystems und werden hier ignoriert, da der Artikel nachweislich SpaceX behandelt, wie auch im Transkript.
SpaceX zwischen Gier und Angst: Warum die Erleichterungsrallye an den Börsen nicht alle Sorgen vertreibt
Nach der über das Wochenende ausgesetzten Eskalation zwischen den USA und dem Iran hat sich an den Aktienmärkten zunächst Erleichterung breitgemacht. Der Ölpreis war deutlich gefallen, nachdem sich die Lage entspannt hatte. Doch unter der Oberfläche bleibt die Stimmung nervös: Ausgerechnet jetzt, wo der geopolitische Druck nachlässt, kehren die Zweifel an den hohen Bewertungen der großen Technologiewerte zurück.
SpaceX: Vom teuersten Börsengang zum Bewertungstest
Kaum eine Aktie hat die gesamte Gefühlspalette der Börse zuletzt so kompakt durchlaufen wie SpaceX. Das Raumfahrt- und Satellitenunternehmen von Elon Musk ging Mitte Juni an die Börse – der teuerste Börsengang aller Zeiten. Das Unternehmen nahm insgesamt 75 Milliarden Dollar ein, am ersten Handelstag legte die Aktie kräftig zu, und Elon Musk war auf dem Papier kurzzeitig der erste Billionär der Welt.
Seither ist die Euphorie verflogen. Die Aktie fiel drei Wochen in Folge und verlor insgesamt rund 16 Prozent. Am Montag markierte das Papier mit rund 113 Dollar ein neues Tief und notiert damit deutlich unter dem Ausgabepreis von 135 Dollar. Anleger, die beim Börsengang eingestiegen sind, sitzen inzwischen auf spürbaren Verlusten.
Dabei mangelte es operativ nicht an guten Nachrichten: Am vergangenen Freitag absolvierte SpaceX den 13. Testflug seiner Starship-Rakete. Die Aktie honorierte das nicht – im Gegenteil. Das gilt als Warnsignal: Wenn gute Nachrichten den Kurs nicht mehr bewegen, rückt nicht mehr die Technik, sondern die Bewertung in den Fokus. Trotz des Kursrutsches wird SpaceX weiterhin mit rund anderthalb Billionen Dollar bewertet, was etwa dem 78-Fachen des für dieses Jahr geschätzten Umsatzes entspricht – ein deutlich höheres Vielfaches als bei anderen Konzernen aus dem Billionen-Dollar-Club. Im vergangenen Jahr stand einem Umsatz von rund 19 Milliarden Dollar ein Nettoverlust von mehr als 4 Milliarden Dollar gegenüber. Dieser Verlust stammt vor allem aus dem KI-Geschäft xAI und den teuren Starship-Entwicklungen, während das Satellitengeschäft Starlink inzwischen profitabel arbeitet und mittlerweile mehr als 10 Millionen Kunden zählt – eine Verdopplung binnen eines Jahres.
Zwei Termine dürften die Aktie in den kommenden Wochen zusätzlich unter Druck setzen: Am 4. August legt SpaceX die ersten Quartalszahlen als börsennotierter Konzern vor, zwei Tage später, am 6. August, läuft die erste Sperrfrist für frühe Investoren aus. Dann können deutlich mehr Aktien gehandelt werden als bisher, was Verkaufsdruck durch Gewinnmitnahmen auslösen könnte.
Ölpreis, Zinsen und die Berichtssaison der Tech-Riesen
Zur aktuellen Lage an den Märkten äußerte sich im Gespräch der Marktanalyst Jens Klatt vom Broker XTB. Beim Ölpreis sieht er die Kursstruktur inzwischen weniger bullish: Nach einem Anstieg von rund 70 Dollar Anfang Juli auf Werte über 90 Dollar bei Brent – ein Aufschlag von fast 30 Prozent binnen kurzer Zeit durch die Spannungen im Nahen Osten – kam es nach der fragilen Waffenruhe am Wochenende zu einem scharfen Kursrutsch. Klatt hält es für wahrscheinlicher, dass der Ölpreis unter die Marke von 80 Dollar in Richtung 70 Dollar fällt, als dass er zurück über 100 Dollar steigt. Als Grund nennt er unter anderem die politische Lage in den USA mit Blick auf die Midterm-Wahlen sowie die gestiegenen Verbraucherpreise. Die Entscheidung der OPEC Plus, ihre Förderdisziplin zu lockern und mehr zu produzieren, ordnet Klatt auch vor dem Hintergrund der US-Schuldenproblematik ein: Die USA versuchten, mit höherer Ölförderung neue Einnahmequellen zu erschließen, um möglichen Herabstufungen durch Rating-Agenturen entgegenzuwirken.
Mit Blick auf die laufende Berichtssaison stehen diese Woche die Quartalszahlen von Microsoft, Meta, Apple und Amazon an. Als Fingerzeig dienen die bereits vorliegenden Zahlen von Tesla und Alphabet. Google hatte laut Klatt herausragende Ergebnisse vorgelegt, mit einem Umsatz von rund 120 Milliarden Dollar und einer Wachstumsrate im Cloud-Segment von weit über 60 Prozent – dennoch reagierte der Markt verhalten. Klatt erwartet ähnliche Muster bei Microsofts Azure und Amazons AWS: starke Zahlen, aber auch weiter steigende Kapitalausgaben. Google habe im zweiten Quartal Investitionen von 45 Milliarden Dollar getätigt – mehr als die gesamte Marktkapitalisierung von Volkswagen. Klatt rechnet daher eher mit einer Konsolidierungsphase und einem möglichen weiteren Rücksetzer, bevor die Märkte gegen Ende des dritten Quartals wieder Richtung höherer Notierungen laufen könnten.
Quantencomputing: Aus dem Labor in den Konzernalltag
Ein Thema, das lange als ferne Zukunftsmusik galt, sorgt zunehmend für reale Kursbewegungen: Quantencomputing. Das Unternehmen D-Wave Quantum gab am Montag eine erweiterte Partnerschaft mit dem US-Telekommunikationskonzern AT&T bekannt. Die Aktie legte daraufhin um fast 20 Prozent zu – der größte Tagesgewinn seit Monaten. Auch andere Werte aus dem Umfeld wie IonQ, Rigetti oder Inflection zogen im höheren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich an.
AT&T nutzte die Technik von D-Wave bereits zuvor in begrenztem Umfang, um Rechenaufgaben zu beschleunigen. Neu ist die Ausweitung: Künftig soll die Quantentechnik helfen, Netzausfälle früher zu erkennen und den Datenverkehr zu steuern. Zwar handelt es sich noch nicht um einen millionenschweren Verkauf eines kompletten Quantencomputers, doch der Rückhalt durch einen Großkonzern gilt als wichtiges Signal dafür, dass die Technologie den Sprung vom Labor in kommerzielle Anwendungen schafft. Ähnliche Nachrichten kamen zuletzt bereits von IBM und Honeywell.
Während klassische Rechner mit Bits arbeiten, nutzen Quantenrechner sogenannte Qubits, die mehrere Zustände gleichzeitig einnehmen können und dadurch riesige Mengen an Möglichkeiten parallel durchrechnen. Bei Problemen mit extrem vielen Kombinationen – etwa in der Pharmaforschung oder der Cyber-Sicherheit – können Quantencomputer deutliche Zeitvorteile erzielen. Es geht dabei nicht um Massenanwendungen, sondern um hochspezialisierte Maschinen für eng umrissene Aufgabenfelder.
D-Wave hat sich auf das sogenannte „Annealing“ spezialisiert, eine Architektur, die besonders für Optimierungsprobleme geeignet ist. Über eine Übernahme ist das Unternehmen zusätzlich in eine andere Bauart eingestiegen, an der auch IBM arbeitet. Im Juni legte D-Wave einen technischen Fahrplan vor, der bis 2032 ein deutlich leistungsfähigeres System vorsieht. Quantenaktien gelten insgesamt als klein bei der Marktkapitalisierung und entsprechend schwankungsanfällig – Anlagefelder für spekulativ ausgerichtete Investoren. D-Wave zählt allerdings zu jenen Werten mit einem bereits realistischen operativen Geschäft. Am 6. August stehen Quartalszahlen an, wobei Schätzungen von 3 bis 7 Millionen Dollar Umsatz eher zurückhaltend ausfallen. Bei einer Enttäuschung könnte es zu Kursabgaben kommen, dennoch bleibt das Thema Quantencomputing – auch mit Blick auf Effekte auf Bereiche wie die Krypto-Verschlüsselung – im Fokus institutioneller Anleger.
Eli Lilly gegen Novo Nordisk: Streit um Werbeaussagen
Im Wettbewerb um die Vorherrschaft am Markt für Abnehmspritzen ist ein neuer Streitpunkt zwischen Eli Lilly und Novo Nordisk aufgetaucht. Novo Nordisk hat einen Antrag gestellt, um bestimmte Werbeaussagen von Eli Lilly zu dessen Abnehm- und Diabetesmitteln gerichtlich untersagen zu lassen. Der Vorwurf lautet, Eli Lilly vergleiche in seiner Werbung die höchste Dosis des eigenen Präparats mit einer niedrigeren Dosis der Novo-Produkte und stütze sich dabei auf veraltete Studiendaten. Eli Lilly weist die Vorwürfe zurück. Am Markt löste die Auseinandersetzung bislang kaum Reaktionen aus.
Unter Börsianern gilt Eli Lilly derzeit als Favorit im Duell der beiden Konzerne: In den vergangenen zwölf Monaten erzielte das Unternehmen eine deutliche Outperformance gegenüber Novo Nordisk. Während Novo Nordisk stärker als reines Produktunternehmen wahrgenommen wird, verfügt Eli Lilly über ein breiteres Medikamentenportfolio und ist damit weniger stark vom Umsatz der Abnehmspritze abhängig. Endgültig entschieden ist die Vorherrschaft im Markt jedoch nicht – neue technologische Entwicklungen könnten die Gewichte rasch wieder verschieben.
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