SpaceX Aktie: Zahlen am 4. August

SpaceX veröffentlicht am 4. August 2026 seine ersten Zahlen als börsennotiertes Unternehmen. Zeitgleich fallen Sperrfristen für Millionen Insider-Aktien, während der Aktienkurs nahe dem Rekordtief notiert.

Auf einen Blick:
  • Erste Quartalszahlen nach Börsengang
  • Lockup-Ende für 911 Millionen Aktien
  • Starship-Testflug erneut verschoben
  • Kurs nahe 52-Wochen-Tief

Der Raumfahrtkonzern wird am 4. August 2026 nach Handelsschluss seine ersten Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen vorlegen – ein Termin, der zugleich den Startschuss für die Freigabe hunderter Millionen gesperrter Insider-Aktien gibt. Parallel dazu kämpft das Unternehmen mit einem verschobenen Starship-Testflug und einem Kurs, der sich nur knapp über seinem bisherigen Tiefstand hält.

Die Aktie schloss zuletzt bei 104,96 Euro und verlor damit 3,17 Prozent. Sie bewegt sich nur 0,08 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief, das am 20. Juli bei 104,88 Euro markiert wurde. Seit dem Rekordhoch im Juni hat das Papier damit einen erheblichen Teil seines Wertes eingebüßt.

Erste Bilanz als Aktiengesellschaft steht bevor

SpaceX war am 12. Juni 2026 an die Börse gegangen, nachdem die Aktie am Vortag bei 135 US-Dollar bepreist worden war. Der Börsengang spülte dem Unternehmen rund 75 Milliarden US-Dollar in die Kasse und bewertete SpaceX zeitweise mit bis zu 2,95 Billionen US-Dollar. Bereits vier Tage später erreichte die Aktie mit 225,64 US-Dollar ihr bisheriges Rekordhoch, ehe eine Serie von Rückschlägen den Kurs deutlich unter den Ausgabepreis drückte.

Für das Geschäftsjahr 2025 wies SpaceX einen Nettoverlust von 4,94 Milliarden US-Dollar aus. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 kamen bei einem Umsatz von 4,7 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein operativer Verlust von 1,94 Milliarden US-Dollar sowie ein Nettoverlust von 4,3 Milliarden US-Dollar hinzu, bei einem bereinigten EBITDA von 1,1 Milliarden US-Dollar. Das Starlink-Geschäft bleibt der profitable Kern des Konzerns: Die Satelliteninternet-Sparte zählt inzwischen 10,3 Millionen Abonnenten, der Umsatz legte dort um rund 50 Prozent zum Vorjahr zu.

Lockup-Ablauf als nächster Belastungstest

Mit den Quartalszahlen verknüpft ist eine der größten Unsicherheiten für Anleger: Zwei Handelstage nach der Veröffentlichung läuft eine Sperrfrist für rund 911,5 Millionen Insider-Aktien aus, was etwa 20 Prozent der ausgegebenen Anteile entspricht. Eine zusätzliche, preisabhängige Tranche von weiteren 10 Prozent bleibt vorerst gesperrt, solange die Aktie unter einer Marke von 175,50 US-Dollar notiert – aktuell liegt der Kurs deutlich darunter. Elon Musks eigener Anteil bleibt nach den vorliegenden Angaben bis Juni 2027 gesperrt. Der Leerverkaufsanteil an frei handelbaren Aktien wird mit rund 29 Prozent beziffert, Shortseller sitzen Berichten zufolge auf Milliardengewinnen.

Starship-Verzögerung und Analystenmeinungen

Zusätzlichen Druck erzeugte ein abgebrochener Starship-Testflug am 16. Juli, bei dem vier von 33 Triebwerken nicht zündeten. Der neue Startversuch für den 13. Testflug ist für den 23. Juli angesetzt, im Fokus stehen dabei unter anderem der Einsatz von 20 Starlink-V3-Satelliten sowie Tests des Hitzeschilds. Die FAA hat die Untersuchung zum vorangegangenen Flug 12 bereits abgeschlossen. Investitionen in das Starship-Programm belaufen sich Berichten zufolge auf mehr als 15 Milliarden US-Dollar, das Projekt gilt als Schlüssel für geplante orbitale Rechenzentren, die nicht vor 2028 realisiert werden sollen.

Trotz der Kursverluste bleibt die Mehrheit der Analysten optimistisch gestimmt. Kursziele reichen von 62 bis 800 US-Dollar, wobei Häuser wie Morgan Stanley 300 US-Dollar und Raymond James 800 US-Dollar nennen, während Goldman Sachs mit 205 US-Dollar zurückhaltender ist. UBS und Wells Fargo bewerten die Aktie jeweils mit Kaufempfehlungen und Kurszielen von 210 beziehungsweise 230 US-Dollar. Der Investor Gavin Baker von Atreides Management äußerte sich gegenüber CNBC gelassen zum Kursrückgang und bezeichnete ihn als typisch für Unternehmen nach einem Börsengang.

Als möglicher Katalysator gelten Gespräche über einen milliardenschweren Cloud-Computing-Vertrag mit dem Pentagon sowie bestehende Vereinbarungen zur Vermietung von Rechenkapazität an Anthropic und Google. SpaceX ist zudem Teil einer als historisch bezeichneten Welle von KI-Anleihen im Volumen von 182 Milliarden US-Dollar, über die sich der Konzern zusätzliches Kapital für seine Infrastrukturausgaben beschafft. Ob diese Wachstumsfantasie die aktuelle Bewertung rechtfertigt, dürfte sich spätestens mit den Zahlen am 4. August und dem anschließenden Lockup-Ablauf zeigen.

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