SpaceX Aktie: Wem gehört Starshield?

Symbolbild, KI-generiert

Musk ordnet die Kontrolle über Starshield Washington zu; US-Behörden haben diese Darstellung bislang weder bestätigt noch dementiert.

Auf einen Blick:
  • Kiew meldet Einschränkungen beim Militärnetz
  • Musk verweist auf Kontrolle durch Washington
  • Mehr als sechs Milliarden Dollar an Regierungsaufträgen
  • Brände und mutmaßliche Sabotage an Anlagen

Wer kontrolliert eigentlich das Militärnetz von SpaceX? Die Frage rückt in den Vordergrund, seit die Ukraine dem Konzern vorwirft, den Zugang zu Starshield ohne Vorwarnung eingeschränkt zu haben. Elon Musk weist die Verantwortung von sich.

Kiew beklagt Einschränkungen

Ukrainische Regierungsvertreter berichten, SpaceX habe Beschränkungen für den Militärdienst verhängt, ohne sie anzukündigen. Das habe Einsätze gestört und den Schutz der Zivilbevölkerung erschwert, während Russland diese Woche seine Angriffe auf Kiew verstärkte.

Musk verwies auf Washington. Die Starshield-Systeme gehörten der US-Regierung und würden von ihr kontrolliert, erklärte er. Das US-Militär und letztlich der Präsident legten fest, wo Grenzen der Nutzung liegen. Das Weiße Haus und das Pentagon reagierten zunächst nicht auf Anfragen. Das normale Starlink-Angebot sei dagegen auf zivile und defensive Zwecke beschränkt und für offensive Operationen nicht nutzbar, so Musk.

Was Starshield von Starlink unterscheidet

Starshield ist das Netz für Regierungen und Sicherheitsbehörden. Es nutzt stärkere Verschlüsselung, die auch für eingestufte Informationen ausgelegt ist, und spezielle Terminals. Technisch hängt es aber am großen Starlink-Satellitennetz.

Der Bereich ist für SpaceX geschäftlich relevant. Aus Regierungsaufträgen für Starshield stehen mehr als sechs Milliarden Dollar über mehrere Jahre im Feuer, vor allem aus zwei großen Verträgen der Space Force. Politische Konflikte um die Kontrolle treffen also ein wachsendes Geschäftsfeld.

Anschläge auf Bodenstationen

Parallel dazu geraten die Starlink-Anlagen selbst ins Visier. Bei Sofia brannten nach Angaben der bulgarischen Opposition am 9. Oktober elf von 17 Antennen einer geheim gehaltenen Anlage. Der Geheimdienstchef des Landes geht von Sabotage aus und schließt weitere Anschläge nicht aus. Zwei mutmaßliche Täter wurden Medienberichten zufolge festgenommen.

Zuvor hatte es am 23. September einen Brand an einem Terminal südlich von Warschau gegeben. Dazu wurden in Deutschland zwei Verdächtige festgenommen. Polens Regierung vermutet russische Geheimdienste dahinter. Bulgarien verstärkt nun die Bewachung ähnlicher Standorte, verweist aber auf die Verantwortung der Eigentümer.

Abhängigkeit der Ukraine

Für Kiew ist Starlink ein zentrales Element der Verteidigung. Der Einsatz durch die ukrainische Armee gilt als Wegbereiter für den weltweiten Durchbruch des Dienstes. Seit Donald Trumps Amtsantritt fließen laut Berichten weniger Geld und Waffen in die Ukraine, was die Abhängigkeit von solchen Systemen eher erhöht.

Klarheit über die Zuständigkeiten steht noch aus: Weder das Weiße Haus noch das Pentagon haben Musks Darstellung bisher bestätigt oder zurückgewiesen. Davon hängt ab, ob der Streit bei SpaceX oder in Washington landet.

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