SpaceX-Aktie: Eine reine Vernichtungsmaschine!

Die Aktie von SpaceX hat an der Nasdaq nach Rekordbörsengang massiv eingebüßt. Und die nächste Verkaufswelle bei Elon Musks Weltraumfirma könnte erst noch folgen.

Auf einen Blick:
  • Die SpaceX-Aktie hat weitere sechs Prozent auf nur noch 115 US-Dollar nachgegeben
  • Damit verlor sie nach ihrem fulminanten Börsenstart annähernd die Hälfte an Wert
  • Der nächste Ausverkauf droht ab 6. August, erste Haltefristen nach dem IPO laufen aus
  • Derweil will Elon Musks Firma Telekommunikationsunternehmen Konkurrenz machen

Liebe Leserin, lieber Leser,

was war die Euphorie groß, als SpaceX im Juni an die Börse ging. In der Woche nach ihrem historischen IPO, der das Raumfahrt- und IT-Unternehmen mit 1,77 Billionen US-Dollar bewertete und damit zum bislang größten Börsenneuling machte, waren die Aktien noch massiv gestiegen. Am 16. Juni war die SpaceX-Aktie kurzzeitig 225 US-Dollar wert. Und jetzt? Erweist sich Elon Musks Firma als nichts anderes als eine große Vernichtungsmaschine. Zumindest in Sachen Kapital.

SpaceX Aktie Chart

SpaceX verliert 800 Milliarden US-Dollar Börsenwert

Denn mittlerweile ist an der Nasdaq Ernüchterung eingekehrt: Nach einem beständigen Abverkauf ist die SpaceX-Aktie am Mittwoch um weitere gut sechs Prozent gefallen und notiert aktuell bei noch 115 Dollar. Damit haben sich die Papiere innerhalb eines guten Monats nicht nur annähernd im Wert halbiert. Laut Frankfurter Rundschau seien bei dem in Texas ansässigen Konglomerat seitdem dadurch mehr als 800 Milliarden US-Dollar an Börsenwert vernichtet worden.

„Elon Musk, der einen Anteil von 42 Prozent an SpaceX hält, war mit dem Börsengang des Unternehmens vorübergehend zum Billionär in US-Dollar aufgestiegen“, heißt es. Inzwischen sei sein Gesamtvermögen jedoch wieder auf rund 860 Milliarden US-Dollar gesunken.

SpaceX-Gründer Musk und die Rechtspopulisten

Die meisten Beobachter sehen den fallenden Kurs dem Bericht zufolge als Zeichen für den nachlassenden Hype um das Unternehmen, da frühe Anleger nun Kasse machten. „Der Rutsch unter den Ausgabepreis des Börsengangs (IPO) fiel jedoch zeitlich zusammen mit einer Äußerung Musks, in der er die rechtspopulistische französische Politikerin Marine Le Pen in einem Beitrag auf seiner Social-Media-Plattform X am Mittwoch als „Frankreichs letzte Hoffnung“ bezeichnete“, so der Bericht.

  • Es war nicht das erste Mal, dass der umstrittene Unternehmer Rechtspopulisten preist, auch die AfD hatte er einst gelobt
  • Es sei jedoch das erste Mal, dass er dies tut, seit Le Pen ins Rennen ums Amt als französische Präsidentin eingestiegen sei

Haltefristen nach Börsengang laufen aus

Doch für SpaceX-Anleger könnte der Akt nur ein Vorgeplänkel für größeres Unheil gewesen sein: Nach Informationen von Wallstreet Online rückt nach dem Rekordbörsengang der nächste Stresstest näher. Ab dem 6. August liefen erste Sperrfristen aus, nur zwei Tage nach den ersten Quartalszahlen des Unternehmens, heißt es. „Dann dürfen Insider und frühe Investoren Aktien im Wert von bis zu 116 Milliarden US-Dollar verkaufen.“ Freigegeben werden demnach zunächst rund 911,5 Millionen Aktien. Sollte die Aktie zuvor bestimmte Kursziele erreichen, könnten jedoch kurzfristig weitere 455,8 Millionen Aktien handelbar werden. Für Anleger sei das „brisant“, so die Einschätzung. Mit Folgen:

  • Nach Schätzungen von S3 Partners seien inzwischen rund 206 Millionen SpaceX-Aktien leer verkauft
  • Das entspricht dem Bericht zufolge etwa 32 Prozent der öffentlich handelbaren Aktien des Unternehmens

Mit ihren Shorts auf die Aktie setzen Hedgefonds auf weiter sinkenden Kurse bei SpaceX. Wahrlich kein gutes Zeichen.

SpaceX greift AT&T, Verizon und T-Mobile an

Derweil berichtet die Berliner Zeitung am Mittwoch, das Weltraumunternehmen plane in den USA einen eigenen Mobilfunkdienst zu lancieren und Handy-Verträge an Endkunden zu verkaufen. Damit würde SpaceX in direkte Konkurrenz zu den Platzhirschen AT&T, Verizon und T-Mobile treten. „Die Aktien der Telekommunikationsriesen brachen daraufhin ein.“ Das Angebot richte sich vor allem an Geschäftsleute, die viel im Ausland unterwegs seien.

Statt beständig die SIM-Karten auszutauschen und hohe Roaming-Gebühren zu bezahlen, könnten Kunden einen Handy-Vertrag bei SpaceX abschließen, heißt es. „Und das könnte für Mobilfunkanbieter zum Problem werden.“ Geholfen hat das der Aktie von SpaceX allerdings kein bisschen.

SpaceX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SpaceX-Analyse vom 23. Juli liefert die Antwort:

Die neusten SpaceX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SpaceX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SpaceX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)