SpaceX greift nach dem nächsten Milliardenmarkt. Der Raumfahrtkonzern verhandelt offenbar mit Charter Communications über ein eigenes Mobilfunkangebot für US-Kunden. Damit rückt die Satellitensparte Starlink als direkter Telekom-Konkurrent in den Fokus.
Hybrid-Netz statt reiner Satelliten-Lösung
Ein kompletter Alleingang im Mobilfunk ist teuer. Deshalb plant SpaceX ein Hybridmodell. Charter könnte einen Teil des Telefonverkehrs über seine terrestrische Internetinfrastruktur abwickeln. Bestätigt ist dieser Deal noch nicht.
Parallel dazu informierte das Management seine Investoren über Pläne für einen eigenen Starlink-Mobilfunkdienst. Das Ziel: ein direkter Angriff auf Platzhirsche wie Verizon, AT&T und T-Mobile. Mit T-Mobile kooperiert SpaceX bereits. Bisher liefert Starlink dort aber nur Zusatzabdeckung für entlegene Gebiete.
Aktie sucht nach einem Boden
An der Börse verdauen Anleger derweil den jüngsten Börsengang. Die SpaceX-Aktie beendete den Freitagshandel bei 153,23 US-Dollar. Damit notiert das Papier weiterhin deutlich über dem Ausgabepreis vom Börsendebüt.
Vom ersten Hype ist allerdings wenig übrig. Kurz nach dem Start schoss der Kurs bis auf 225,64 US-Dollar nach oben. Seitdem sucht der Zwei-Billionen-Dollar-Konzern nach einem festen Boden. Dieser scheint bei 147,11 US-Dollar gefunden zu sein.
Für kurzfristige Händler definieren die jüngsten Tageshochs die nächsten Hürden. Auf dem Weg nach oben warten bei 158,40 und 160,65 US-Dollar die ersten Widerstände.
Ein weiteres Detail rückt bald in den Fokus. Rund um die Vorlage der Quartalszahlen laufen die ersten Haltefristen für Altaktionäre aus. Dann dürfen Insider ihre Papiere auf den Markt werfen.
Die kommenden Tage liefern nun eine klare Richtungsentscheidung. Bestätigen SpaceX oder Charter die Verhandlungen offiziell, erhalten Analysten harte Fakten, um das Mobilfunk-Potenzial zu berechnen. Ohne formellen Pakt stützt sich der Börsenwert weiterhin rein auf das bisherige Raumfahrt- und Breitbandgeschäft.
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