Nach dem jüngsten Testflug der Starship-Rakete rückt der Zeitplan für künftige Raumfahrtprogramme in den Mittelpunkt. Am 28. September erreichte Starship Flug 14 zwar erstmals die Erdumlaufbahn und setzte 26 Starlink-Satelliten der nächsten Generation aus.
Der Flug endete jedoch vorzeitig infolge einer Fehlfunktion im Antriebssystem. Am Markt sorgte das Zusammenspiel aus technischen Hürden und operativen Erfolgen für Bewegung: Zum Handelsschluss am Freitag kletterte das Papier um 7,2 Prozent auf 141,20 Euro.
NASA-Zeitplan gerät unter Druck
Der vorzeitige Abbruch des Testflugs hat über das reine Entwicklungsprogramm hinausreichende Konsequenzen. Laut Reuters könnte der Triebwerksausfall bei SpaceX den Zeitplan der US-Raumfahrtbehörde NASA für bemannte Mondmissionen verkomplizieren. Die Behörde stützt sich bei ihren Mondlandungsplänen maßgeblich auf die Entwicklung des schweren Trägersystems.
Zwar gelang während der Mission die Aussetzung der 26 Satelliten im Orbit, doch die Probleme mit dem Raketenantrieb erfordern weitere Ursachenanalysen. Für das Unternehmen bedeutet dies zusätzlichen Druck, die Zuverlässigkeit des neuen Systems rasch unter Beweis zu stellen. Neben den institutionellen Verträgen richtet sich das Augenmerk der Investoren darauf, wie schnell Anpassungen vorgenommen werden können.
Operatives Startgeschäft liefert Kontrast
Während die Entwicklung von Starship Verzögerungen riskiert, zeigte sich das bestehende operative Geschäft zuletzt hochgradig getaktet. Medienberichten zufolge galt eine Serie von drei absolvierten Flügen in unter 13 Stunden als wesentlicher Treiber für den jüngsten Kurssprung am Freitag. Das Unternehmen transportierte dabei mit Crew-13 vier Astronauten zur Internationalen Raumstation für die NASA.
Parallel dazu brachte die Mission Transporter-18 insgesamt 130 Nutzlasten ins All, darunter einen Prototypsatelliten für ein orbitales Projekt von Google. Abgeschlossen wurde die Startfolge mit der Mission NROL-97 für das US-Reconnaissance-Büro. Diese dichte Abfolge demonstrierte die funktionierende Abwicklung im etablierten Trägerbereich, ungeachtet der offenen Fragen rund um Starship.
Chartbild und Beteiligungen
Mit dem jüngsten Kursgewinn notiert das Wertpapier 17 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 121,17 Euro. Neben dem operativen Geschäftsverlauf sorgten auch Berichte über Anteilstransaktionen für Aufmerksamkeit: Laut Reuters wies eine finanzielle Offenlegung von Donald Trump aus, dass dieser im Juli Anteile an SpaceX im Wert von bis zu 50.000 $ erworben und Papiere für bis zu 15.000 $ veräußert hatte. Im Fokus der Anleger bleibt vor allem der Fortschritt bei der Behebung der Triebwerksprobleme am Starship-Träger.
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