SpaceX Aktie: Starship-Fang noch Monate entfernt

Musks SpaceX-Anteil ist über 900 Milliarden Dollar wert, während Privatanleger erstmals verkaufen. Starship-Verzögerungen sorgen für Kursdruck.

Auf einen Blick:
  • Musk hält 48,4 Prozent an SpaceX
  • Privatanleger werden erstmals zu Nettoverkäufern
  • Starship-Verzögerung belastet Aktienkurs
  • SpaceX erreicht 100. Orbitalflug des Jahres

Elon Musk hält 48,4 Prozent an SpaceX. Das geht aus einer Pflichtmitteilung hervor, die den Stand zum 30. Juni auswies. Reuters berichtete, dieser Anteil sei zu aktuellen Marktpreisen mehr als 900 Milliarden Dollar wert – eine Zahl, die die Dimensionen des Raumfahrtkonzerns unterstreicht, auch wenn sie nichts über die kurzfristige Kursentwicklung aussagt.

Denn während Musks Beteiligung an Wert gewinnt, zeigen sich private Anleger zunehmend zurückhaltend. Reuters berichtete unter Berufung auf Daten von Vanda Research, dass Kleinanleger am 7. August erstmals zu Nettoverkäufern von SpaceX-Aktien wurden – mit Verkäufen von netto 4,5 Millionen Dollar. Ein vergleichsweise kleiner Betrag, der aber einen Stimmungswechsel markiert, nachdem Privatanleger die Aktie zuvor durchweg gekauft hatten.

Starship-Verzögerung belastet den Kurs

Der klarste unternehmensspezifische Kursimpuls der vergangenen zwei Wochen kam von Musk selbst. Er erklärte, der nächste Fang eines Starship-Boosters liege noch Monate in der Zukunft. Das Wall Street Journal berichtete, diese Aussage sei zeitlich mit einem Kursrückgang zusammengefallen. Anleger hatten offenbar auf schnellere Fortschritte beim Starship-Programm gesetzt, das für die langfristige Wachstumsstory des Unternehmens zentral ist.

Am Freitag legte die Aktie um 2,1 Prozent zu und schloss bei 117,20 Euro. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 3,1 Prozent zu Buche, während sich der Kurs auf 30-Tage-Sicht um 16 Prozent verbessert hat.

Das Papier notiert derzeit 5,4 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt, was auf eine kurzfristige Abkühlung nach der jüngsten Rally hindeutet. Vom 52-Wochen-Hoch bei 194,46 Euro, erreicht am 16. Juni, trennen die Aktie inzwischen 40 Prozent.

Operatives Geschäft läuft ungebremst weiter

Unabhängig von der Kursentwicklung an der Börse hält SpaceX sein Startprogramm unvermindert aufrecht. Am Samstag absolvierte das Unternehmen von der Vandenberg Space Force Base aus seinen 100. Orbitalflug des Jahres 2026 – eine Falcon-9-Mission, die 29 weitere Starlink-Satelliten ins All brachte.

Die Trägerrakete landete anschließend auf der Drohnenplattform „Of Course I Still Love You“. Musk teilte im Zuge dessen mit, dass sich mittlerweile mehr als 11.000 Starlink-Satelliten in der Umlaufbahn befinden.

Bereits zwei Tage zuvor war von Cape Canaveral aus eine weitere Falcon-9-Mission mit 29 Starlink-Satelliten gestartet, nachdem ein früherer Startversuch abgebrochen worden war. Mitte August gelangen SpaceX zudem zwei Starts binnen nur 38,5 Minuten – für Globalstar und die US Space Force –, ein Tempo, das die operative Schlagkraft des Unternehmens demonstriert.

Für Anleger bleibt ein Termin besonders im Blick: Medienberichten zufolge könnte bereits am 30. August eine Falcon-Heavy-Mission mit dem Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskop der NASA starten, sollte der Zeitplan halten.

Ein Erfolg würde die technische Verlässlichkeit von SpaceX weiter untermauern – während die Frage, wann das Starship-Programm den nächsten sichtbaren Fortschritt liefert, für die Kursentwicklung vorerst die größere Rolle spielen dürfte als die tägliche Startkadenz der Falcon-9-Flotte.

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