Heute hat SpaceX den offiziellen Marktstart seines Satelliten-Internetdienstes Starlink in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) bekannt gegeben. Damit ist der Dienst nun in mehr als 150 Ländern und Territorien weltweit verfügbar. Die nationale Telekommunikationsbehörde TDRA erteilte dem Unternehmen hierfür eine General Space Services License mit einer Laufzeit von zehn Jahren.
Zehnjährige Betriebserlaubnis für die Vereinigten Arabischen Emirate
Die erteilte Lizenz ermöglicht es SpaceX, weitaus mehr als nur private Haushalte mit Breitband-Internet zu versorgen. Das Abkommen umfasst ausdrücklich auch Konnektivitätslösungen für Unternehmen und Regierungsbehörden. Zudem ist die Bereitstellung von Verbindungen für den maritimen Sektor sowie für die Luftfahrt abgedeckt. Elon Musk bestätigte den Start des Dienstes am heutigen Donnerstag über die Plattform X.
Für Privatkunden in den Emiraten wurde der monatliche Preis für den Basisdienst auf 300 Dirham festgesetzt. Die für den Empfang notwendige Hardware, die unter anderem einen modernen Router mit Wi-Fi 6 beinhaltet, wird zum Start für 1.465 Dirham angeboten.
Nachdem bereits gestern die Ankündigung eines neuen Projekts in Louisiana für Aufmerksamkeit gesorgt hatte, reagierte der Markt heute erneut positiv. Der Kurs legte um 7,2 % zu und erreichte 130,10 Euro. Damit notiert der Wert aktuell 9,8 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Analysten erhöhen Kursziele für das KI-Segment
Die Analysten von Oppenheimer haben gestern auf die hohe operative Dynamik reagiert und ihr Kursziel für SpaceX von 250 auf 280 US-Dollar angehoben. Ausschlaggebend für diese Anpassung ist ein optimistischerer Ausblick auf die künftigen Umsatzerlöse im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Das Analysehaus verwies dabei auf das wachsende Potenzial der Infrastruktur des Unternehmens.
In diesem Kontext wurde in dieser Woche bekannt, dass SpaceX sein Team für KI-Rechenzentren neu organisiert hat. Medienberichten zufolge sollen damit Zuverlässigkeitsprobleme adressiert werden. Ein wesentlicher Teil dieser Strategie ist die Integration von Cursor. Das Unternehmen, das auf KI-gestützte Entwicklungswerkzeuge spezialisiert ist, befindet sich mittlerweile im Besitz von SpaceX.
Operative Meilensteine und Verzögerungen bei Missionen
Trotz der wirtschaftlichen Expansion steht das Unternehmen vor technischen Herausforderungen im bemannten Raumfahrtprogramm. Die für den 12. September geplante Mission Crew-13 zur Internationalen Raumstation ISS muss verschoben werden. Techniker stellten während der Vorbereitungen ein Leck im Antriebssystem des Dragon-Raumschiffs fest, das nun untersucht werden muss. Ein neuer Starttermin wurde bisher nicht offiziell kommuniziert.
Abseits dieser Verzögerung bleibt die Startfrequenz im Fracht- und Satellitenbereich hoch. Anfang der Woche absolvierte SpaceX von der Vandenberg Space Force Base den 104. Orbitalstart des laufenden Jahres. Dabei wurde eine weitere Gruppe von Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn befördert.
Am Freitag, dem 30. August, erfolgte zudem der erfolgreiche Start des Roman-Weltraumteleskops der NASA an Bord einer Falcon Heavy. Die mit 4,3 Milliarden US-Dollar veranschlagte wissenschaftliche Mission startete vom Kennedy Space Center in Florida.
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