Mit dem Start der 700. Falcon-Rakete hat SpaceX gestern einen neuen operativen Meilenstein erreicht. Eine Falcon 9 beförderte die letzten drei O3b-mPOWER-Satelliten des Betreibers SES erfolgreich in den Orbit. Der Raumfahrtkonzern unterstreicht damit seine dominierende Stellung bei kommerziellen Satellitentransporten, während sich das Unternehmen parallel auf den nächsten großen Technologieschritt vorbereitet.
Hohe Startfrequenz und Vorbereitungen für Starship
Der gestrige Flug markiert einen weiteren Beleg für die Zuverlässigkeit des bestehenden Trägersystems. Die Gesamtbilanz der Flotte setzt sich inzwischen aus 687 Falcon-9-Missionen und 13 Flügen der schwereren Trägerrakete Falcon Heavy zusammen. Erst am 5. September hatte der Konzern zudem die 80. Starlink-Mission des laufenden Jahres von der Vandenberg Space Force Base aus durchgeführt.
Um Kapazitäten für neue Projekte zu schaffen, hat SpaceX seine operativen Abläufe an den Startplätzen angepasst. Sämtliche Falcon-9-Flüge für das konzerneigene Starlink-Netzwerk wurden an die Westküste verlegt.
Diese Maßnahme dient der Vorbereitung auf das Debüt des Systems Starship-Super Heavy an den Startanlagen in Florida. Ein behördlicher Antrag bei der FCC weist zudem den 15. September als geplanten Starttermin für den 14. Testflug von Starship aus.
Analysten bewerten künftige Trägersysteme positiv
Die anhaltende Startkadenz stößt auch bei Marktbeobachtern auf Interesse, die vor allem die Skalierbarkeit künftiger Trägergenerationen im Blick behalten. Am vergangenen Mittwoch senkte Analyst Ken Gawrelski von Wells Fargo das Kursziel für die Aktie zwar minimal von 215 auf 212 Dollar, hielt jedoch an seiner Kaufempfehlung fest.
Am selben Tag nahm Analyst Jeffrey Wlodarczak von Pivotal Research die Beobachtung des Papiers mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 220 Dollar auf. Als wesentlichen Pfeiler für die künftige Bewertung hob er die geplante vollständige Wiederverwendbarkeit von Starship hervor.
An den Handelsplätzen verzeichnete das Papier heute leichtere Tendenzen. Die Aktie notiert bei 128,14 Euro, was einem Tagesrückgang von 1,7 Prozent entspricht. Trotz dieser kurzfristigen Konsolidierung behauptet sich der Kurs weiterhin rund 9,8 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt.
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