Mit dem heutigen Handelstag steigt das Gewicht von SpaceX im Nasdaq-100 deutlich an. Im Rahmen der vierteljährlichen Neugewichtung klettert der Anteil des Raumfahrt- und Technologieunternehmens von zuvor 1,28 Prozent auf 2,82 Prozent. Damit rangiert SpaceX als siebtgrößter Wert innerhalb des Auswahlindex. Die Aktie notiert im heutigen Handel bei 133,32 Euro und liegt damit 14 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 116,94 Euro.
Passive Indexfonds unter Kaufzwang
Die kräftige Heraufstufung zieht erhebliche Umschichtungen nach sich. Da weltweit zahlreiche Finanzprodukte den Nasdaq-100 abbilden, zwingt der veränderte Verteilungsschlüssel passive Indexfonds zu umfangreichen Nachkäufen. Marktbeobachter schätzen das Volumen dieser mechanischen Zukäufe auf eine Spanne von 15,5 Milliarden bis 22 Milliarden US-Dollar.
Allein beim Invesco QQQ Trust, der ein Vermögen von rund 484 Milliarden US-Dollar verwaltet, impliziert die neue Gewichtung ein zusätzliches SpaceX-Volumen von etwa 7,4 Milliarden US-Dollar. Da Indexfonds Kursniveaus nicht bewerten, sondern stur die vorgegebene Gewichtung spiegeln müssen, fließt das Kapital unabhängig von Bewertungsfragen in den Markt.
Auslaufende Haltefristen vergrößern den Streubesitz
Ausschlaggebend für die Neuberechnung ist keine plötzliche Wertsteigerung, sondern die Ausweitung des frei handelbaren Aktienanteils. Beim Börsengang im Juni waren lediglich rund fünf Prozent der Anteile frei handelbar, was das anfängliche Gewicht von 1,28 Prozent bei der Aufnahme in den Benchmark am 7. Juli begrenzte.
Durch das gestaffelte Auslaufen erster Haltefristen vergrößerte sich der Streubesitz spürbar. Nach Bloomberg-Berechnungen liegt der investierbare Pool nach jüngsten Freigaben bei rund 1,8 Milliarden Aktien. Bis Anfang Dezember greifen weitere Stufen des Lock-up-Plans, wodurch der handelbare Anteil der Nicht-Insider schrittweise auf 40 Prozent steigen soll, während die Stimmrechtskontrolle weiterhin überwiegend bei Elon Musk verbleibt.
Kooperationen und Kursziele im Blick
Parallel zur Indexanpassung richtet sich die Aufmerksamkeit auf die operative Entwicklung. Analyst Adam Jonas von Morgan Stanley bekräftigte seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 300 US-Dollar. In einer Branchenstudie hob er die wachsende operative Verflechtung zwischen SpaceX und Tesla im Bereich physischer Anwendungen von künstlicher Intelligenz hervor.
Beide Unternehmen kooperieren unter anderem beim Bau des Halbleiterwerks Terafab in Texas sowie bei der Nutzung von Starlink-Konnektivität in Fahrzeugen.
Bernstein-Analyst Douglas Harned stuft die Aktie mit „Outperform“ und einem Ziel von 248 US-Dollar ein. Operativ steht zudem Raumfahrtgeschichte an: Am 28. September soll das Starship-System zum 14. Flug starten, um erstmals einen vollen Erdorbit anzusteuern und 26 Starlink-Satelliten der dritten Generation auszusetzen. Für SpaceX markiert die Mission den Übergang von Testflügen zu Flügen mit umsatzwirksamer Fracht.
SpaceX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SpaceX-Analyse vom 21. September liefert die Antwort:
Die neusten SpaceX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SpaceX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
