SpaceX hat eine regulatorische Hürde für den Ausbau seiner Satellitenkommunikation genommen. Die US-Kommunikationsbehörde FCC genehmigte am 21. Oktober den Erwerb von Frequenzlizenzen durch die Tochter Starlink Spectrum Holdings. Zusammen mit berichteten Gesprächen über den Zugang zu Mobilfunkstandorten eröffnet das weitere Ausbauoptionen. Ein vierter landesweiter US-Mobilfunkanbieter ist damit allerdings noch nicht bestätigt.
Freigabe für Satellitennutzung
Die Genehmigung betrifft drei AWS-3-Frequenzlizenzen von TLG Unpaired Holdings, einer Tochter der Tristar License Group. Entscheidend ist dabei nicht allein die Zustimmung zum Erwerb. Die FCC gewährte auch Ausnahmen, die eine Satellitennutzung anstelle des Baus terrestrischer Mobilfunktürme erlauben.
Damit erhält SpaceX bei diesen Lizenzen einen anderen Nutzungsweg als den Aufbau einer klassischen bodengebundenen Infrastruktur. Für Anleger ist diese Unterscheidung wesentlich: Genehmigt wurde eine konkrete Frequenztransaktion mit entsprechenden Ausnahmen, nicht der Aufbau eines vollständigen landesweiten Mobilfunknetzes.
Gespräche über Zugang zu Mobilfunkstandorten
Am Donnerstag berichtete Reuters unter Berufung auf Bloomberg über Gespräche von SpaceX mit Unternehmen für Mobilfunkinfrastruktur. Dabei ging es um den Zugang zu mindestens 80.000 Mobilfunkstandorten in den USA. Bloomberg berief sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Ein solcher Zugang könnte ein Schritt zum Aufbau eines vierten landesweiten Mobilfunkanbieters sein. Die Gespräche sind jedoch nicht mit abgeschlossenen Vereinbarungen gleichzusetzen. Ebenso wenig belegt die Frequenzgenehmigung für sich genommen, dass SpaceX diesen Ausbau bereits beschlossen hat.
Beide Entwicklungen betreffen den möglichen Ausbau der Kommunikationsaktivitäten, haben aber einen unterschiedlichen Verbindlichkeitsgrad. Auf der Frequenzseite steht eine Behördenentscheidung. Beim Zugang zur terrestrischen Infrastruktur handelt es sich um berichtete Verhandlungen.
Kapitalbindung und offene Strukturfragen
Parallel verfolgt SpaceX ein großes Finanzierungsvorhaben. Gestern meldete das Unternehmen eine verbindliche Vereinbarung über ein Finanzierungsleasing von rund 40 Milliarden $ mit einer von Apollo Global Management verwalteten Gesellschaft. Es umfasst Grafikprozessoren und zugehörige Ausrüstung einschließlich NVIDIA-Vera-Rubin-Chips.
Der Abschluss wird vorbehaltlich der Abschlussbedingungen vor Jahresende 2026 erwartet. Die einzelnen Leasingpläne sollen mit der Lieferung der Ausrüstung im ersten Halbjahr 2027 beginnen.
Auch die mögliche Verbindung mit Tesla ist von einer Entscheidung zu unterscheiden. Laut Reuters erklärte SpaceX am Donnerstag in einer Pflichtmitteilung, dass keine Entscheidung über eine mögliche Fusion getroffen worden sei. Jede Zusammenführung benötigte die Zustimmung des Sonderausschusses, des Verwaltungsrats und des kontrollierenden Aktionärs Elon Musk.
Für die Einordnung der Expansion zählt deshalb der jeweilige Status: Die Frequenzfreigabe ist erteilt. Weitergehende Mobilfunkpläne und eine mögliche Fusion sind damit nicht beschlossen.
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