SpaceX Aktie: Crew-13 wegen Leck verschoben

Symbolbild, KI-generiert

Ein Leck bremst SpaceX’ ISS-Mission, während Starship-Tests, ein 100-Milliarden-Dollar-Projekt und Militärverträge voranschreiten.

Auf einen Blick:
  • Crew-13 wegen Oxidator-Leck verschoben
  • Starship-Tests für Flug 14 abgeschlossen
  • 100 Milliarden Dollar für Starbase Louisiana
  • Space Force vergibt 1,6 Milliarden Dollar

SpaceX arbeitet parallel an mehreren Großprojekten, während ein technisches Problem den nächsten bemannten Flug zur ISS ausbremst. Das Unternehmen verschob den Start von Crew-13 bereits Ende August wegen eines Oxidator-Lecks im Antriebssystem der Dragon-Kapsel. NASA-Administrator Jared Isaacman erklärte, die Reparatur könne zwei bis vier Wochen dauern – ein realistisches Startfenster rücke damit frühestens in den späten September.

Starship-Testkampagne läuft auf Hochtouren

Während die Crew-13-Mission wartet, kommt das Starship-Programm voran. SpaceX schloss vor kurzem sowohl einen Ein- als auch einen Sechs-Triebwerks-Test für Ship 41 sowie einen 33-Triebwerks-Static-Fire für Booster 21 ab. Beide Komponenten sollen beim kommenden Flug 14 zum Einsatz kommen, der Medienberichten zufolge in der ersten Septemberhälfte stattfinden könnte.

Ende Juli war bereits Starship-Flug 13 gestartet – der zweite Flug der Super-Heavy-V3-Generation und der erste, der neue Starlink-V3-Satelliten aussetzte. Während der Freiflugphase koppelte SpaceX 20 Starlink-Testsatelliten ab und stellte zu jedem einzelnen Kontakt her.

Um sich auf das Starship-Debüt an der Ostküste vorzubereiten, verlagerte SpaceX sämtliche Starlink-Missionen auf Falcon-9-Raketen an die Westküste. Cape Canaveral soll sich künftig ganz auf die Vorbereitung des Starship-Erststarts in Florida konzentrieren. Bislang absolvierte das Unternehmen in diesem Jahr 104 Orbitalstarts, davon 79 Starlink-Missionen.

Milliardenschwere Infrastruktur- und Militäraufträge

Neben der Testkampagne baut SpaceX seine Präsenz massiv aus. Zusammen mit Louisianas Gouverneur Jeff Landry kündigte das Unternehmen eine Investition von 100 Milliarden US-Dollar für den Bau von Starbase Louisiana in Vermilion Parish an.

Die Anlage soll fünf Komplexe mit jeweils zwei Starship-Türmen umfassen, insgesamt also zehn Startrampen. Landry erklärte, die offiziellen Genehmigungen für den Weltraumbahnhof würden innerhalb der kommenden sechs Monate erteilt. Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, erste Starts sollen 2029 folgen.

Auch militärisch bleibt SpaceX gefragt: Die U.S. Space Force vergab zwei Auftragspakete im Gesamtwert von 1,6 Milliarden US-Dollar für 18 Falcon-9-Starts mit Satelliten zur weltraumgestützten Aufklärung und Zielerfassung von der Vandenberg Space Force Base. Alle 18 Starts sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Der Auftrag ist der erste größere Vergabeposten unter dem auf 17 Milliarden US-Dollar erweiterten NSSL-Programm der Space Force und hebt SpaceX‘ Pentagon-Auftragsvolumen in diesem Jahr auf über 8 Milliarden US-Dollar. Damit unterstreicht das Unternehmen seine zentrale Rolle im geplanten Raketenabwehrschirm Golden Dome der Trump-Administration.

Kursbild spiegelt gemischte Nachrichtenlage

An der Börse zeigt sich die Gemengelage aus Verzögerung und Expansion in einem volatilen Kursverlauf. Am Freitag schloss die Aktie bei 127,36 Euro, ein Rückgang von 1,1 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 2,9 Prozent zu Buche, über 30 Tage sogar ein Zuwachs von 11 Prozent.

Zum bisherigen Jahreshoch von 194,46 Euro, notiert Mitte Juni, klafft weiterhin eine Lücke von 35 Prozent – ein Zeichen dafür, dass trotz der jüngsten Erholung noch deutlich Luft nach oben besteht, sollten Starship-Tests und Militäraufträge künftig für positive Impulse sorgen.

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