Alphabet sitzt auf einem der lukrativsten Investments der Firmengeschichte. Der Google-Mutterkonzern hat in seiner Quartalsmeldung offengelegt: Die Beteiligung an SpaceX ist mittlerweile 94,1 Milliarden Dollar wert. Verkaufen darf Alphabet davon vorerst kaum etwas.
Die Erfolgsgeschichte begann bescheiden. Im Januar 2015 investierte Alphabet zusammen mit Fidelity zwischen 500 und 900 Millionen Dollar in Elon Musks Raumfahrtfirma. Damals war SpaceX gerade einmal 12 Milliarden Dollar wert.
Seitdem hat sich viel verändert. Weitere Finanzierungsrunden und die Fusion mit Musks KI-Startup xAI Anfang 2026 verwässerten Alphabets Anteil auf rund 4,9 Prozent. Der Börsengang im Juni 2026 ließ den Wert der verbliebenen Anteile trotzdem explodieren.
Papierstapel statt Bargeld
Zusammen mit Gewinnen aus der Beteiligung an der KI-Firma Anthropic kam Alphabet im zweiten Quartal auf realisierte und unrealisierte Erträge von 99,0 Milliarden Dollar. Das klingt nach einem gewaltigen Geldsegen. Real verfügbar ist davon aber fast nichts.
Der Grund liegt in den Lockup-Vereinbarungen nach dem Börsengang. 80 Milliarden Dollar der Beteiligung unterliegen kurzfristigen Verkaufssperren. Weitere 14,1 Milliarden Dollar gelten als langfristig gesperrt und dürfen erst im dritten Quartal 2027 verkauft werden.
Diese Fristen sind kein Zufall. Würden Ankerinvestoren wie Alphabet ihre Anteile auf einen Schlag abstoßen, käme das einer Kursflut gleich. Die ohnehin fragile Aktie könnte darunter deutlich leiden.
Aktie fällt weiter, Stimmung bleibt angespannt
Genau diese Fragilität zeigt sich im aktuellen Kursverlauf. Allein heute verliert die SpaceX-Aktie 4,73 Prozent. Über die vergangenen 30 Tage hat sich der Kurs um 27,28 Prozent nach unten korrigiert.
Damit nähert sich die Aktie ihrem 52-Wochen-Tief von 97,54 Euro, das erst gestern markiert wurde. Technische Indikatoren deuten auf eine überverkaufte Situation hin. Das könnte bedeuten: Leerverkäufer treiben die Korrektur seit dem Börsengang zusätzlich an.
Anleger richten den Blick nun auf die nächsten Starship-Testflüge. Sie gelten als möglicher Beleg dafür, ob SpaceX seine hohe Bewertung nach dem Börsengang rechtfertigen kann.
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