SpaceX kommt an der Börse nicht zur Ruhe. Nach der Freigabe von 319 Millionen Aktien am Donnerstag rutschte das Papier unter den IPO-Preis von 135 Dollar und verlor auf Wochensicht laut Marktdaten 4,6 Prozent. Am heutigen Freitag notiert die Aktie bei 115,44 Euro und legt damit leicht um 0,6 Prozent zu – die Erholung bleibt bislang zaghaft.
Lockup-Freigabe drückt auf den Kurs
Der Kursrückgang der vergangenen Tage geht maßgeblich auf die Freigabe von 319 Millionen zuvor gesperrten Aktien zurück, die am 20. August erfolgte. Bereits am 6. August waren 911,5 Millionen Aktien freigegeben worden.
Insgesamt sollen bis 2027 rund 88 Prozent der gut 13 Milliarden ausstehenden Aktien schrittweise handelbar werden – ein Umstand, der immer wieder Verkaufsdruck erzeugt. Der nächste Lockup-Termin steht laut Marktbeobachtern für Dezember an, mit einer Sperrfrist von 180 Tagen.
Auf dem Optionsmarkt zeigt sich die Verunsicherung der Anleger: Das Put-Call-Verhältnis liegt bei 1,10, die implizite Volatilität bei rund 62,6 Prozent. Analysten sehen aktuell eine Unterstützung bei 130 Dollar und einen Widerstand bei 150 Dollar.
Sollte die Unterstützung brechen, wird ein Rückfall in Richtung 120 bis 125 Dollar und darunter für möglich gehalten; hält das Niveau, gilt ein Retest von 150 Dollar und darüber als realistisch.
Analysten bleiben trotz Kursschwäche optimistisch
Während der Kurs unter Druck steht, zeichnen Analystenstimmen ein deutlich positiveres Bild. Morgan Stanley-Analyst Adam Jonas bekräftigt seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 300 Dollar auf Sicht von zwölf Monaten. Der Durchschnitt von 32 Analysten liegt bei rund 232 Dollar – deutlich über dem aktuellen Kursniveau.
Diese Diskrepanz zwischen fundamentaler Einschätzung und kurzfristiger Kursentwicklung prägt derzeit das Bild bei SpaceX: Die Freigabesorgen dominieren das Tagesgeschäft, während die langfristige Wachstumsstory bei institutionellen Investoren weiterhin Anklang findet.
Untermauert wird der Optimismus durch die operative Entwicklung des Unternehmens. Im zweiten Quartal 2026 steigerte SpaceX den Umsatz um 92 Prozent auf 7,81 Milliarden Dollar, blieb allerdings mit einem Nettoverlust von 541 Millionen Dollar in den roten Zahlen. Das bereinigte EBITDA lag bei 3,54 Milliarden Dollar. Der Starlink-Dienst zählte zuletzt 12 Millionen Abonnenten bei einem durchschnittlichen monatlichen Umsatz von 66 Dollar je Nutzer.
Konkurrenz aus China und technologische Fortschritte
Zusätzlichen Gesprächsstoff lieferte der chinesische Raumfahrtkonzern LandSpace, der am 18. August erstmals die erste Stufe seiner Zhuque-3-Rakete erfolgreich landete.
Das Fluggerät bringt mit gut 40.000 Pfund Nutzlast in den erdnahen Orbit zwar weniger auf die Umlaufbahn als SpaceX‘ Falcon 9 mit rund 50.000 Pfund, markiert aber einen Fortschritt der internationalen Konkurrenz bei wiederverwendbaren Trägerraketen. SpaceX selbst kann inzwischen auf mehr als 600 erfolgreiche Booster-Landungen seit 2015 verweisen.
Parallel dazu treibt das Unternehmen seine Ambitionen im Bereich orbitaler Rechenzentren voran. Erst kürzlich erhielt Elon Musk die Genehmigung zur Übernahme des Glasfaser-Optik-Spezialisten Mesh Optical Technologies, der von ehemaligen SpaceX-Ingenieuren gegründet wurde.
Die Technologie soll das Projekt Starmind unterstützen, das den Aufbau eines Netzwerks aus KI-Satelliten im Orbit vorsieht. Für Anleger bleibt die Gemengelage komplex: kurzfristiger Verkaufsdruck durch Aktienfreigaben trifft auf eine langfristig ambitionierte, aber kapitalintensive Wachstumsstrategie.
SpaceX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SpaceX-Analyse vom 21. August liefert die Antwort:
Die neusten SpaceX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SpaceX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
