SpaceX Aktie: 236 Dollar Durchschnitt, 56% Potenzial

Nach Börsengang im Juni startet die Analystenabdeckung für SpaceX. Die Aktie steigt in den Nasdaq-100 auf, was Milliarden-Zuflüsse auslösen könnte.

Auf einen Blick:
  • Mehrheit der Analysten mit Kaufempfehlung
  • Kursziele zwischen 115 und 800 Dollar
  • Aufnahme in den Nasdaq-100 Index
  • 79. Raketenstart im Jahr 2026

Mehr als ein Dutzend Wall-Street-Banken nehmen SpaceX gleichzeitig unter die Lupe. Der Grund: Die Pflicht-Stille nach dem Börsengang im Juni ist vorbei. Zeitgleich steigt die Aktie heute, am Mittwoch, den 8. Juli 2026, offiziell in den Nasdaq-100 auf.

Analysten zeigen sich mehrheitlich bullish

Die Kursziele der frisch startenden Analysten gehen weit auseinander. Raymond James setzt mit 800 Dollar die höchste Marke der Straße. Die Bank nennt die Starship-Plattform die „prägende industrielle Innovation unserer Generation“.

Morgan Stanley bleibt vorsichtiger und peilt 300 Dollar an. Die Bank beschreibt SpaceX als „letzte Grenze der KI“ und verweist auf den langfristigen Wert der Mond-Infrastrukturprojekte.

Im Schnitt liegt das Zwölf-Monats-Kursziel bei 236 Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 56 Prozent zum jüngsten Schlusskurs von etwa 151 Dollar. CFRA fällt als einziges Haus mit einem Verkaufsrating und einem Kursziel von 115 Dollar aus dem Rahmen — die Analysten verweisen auf unbewiesene Projekte und einen unklaren Zeitplan für die volle Wiederverwendbarkeit von Starship. Mehr als 80 Prozent der Banken starten dennoch mit Kauf-Empfehlungen.

Rekordstart in 79. Mission und Nuklear-Meilenstein

Operativ läuft es für SpaceX weiter rund. Am 7. Juli 2026 absolvierte das Unternehmen bereits seinen 79. Start des Jahres. Die Transporter-17-Mission startete von der Vandenberg Space Force Base und brachte 81 Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn.

Mit an Bord: der BOHR-Satellit von City Labs. Er ist der erste kommerzielle, nuklear betriebene Satellit im Orbit und testet eine Betavoltaik-Technologie auf Tritium-Basis. Das Ziel: Nutzlasten sollen künftig dauerhaft arbeiten, unabhängig von Sonnenlicht oder klassischen Batterie-Zyklen.

Halbjahresbilanz übertrifft Vorjahr deutlich

Zwischen Januar und Juni 2026 brachte SpaceX 1.589 Satelliten ins All. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es noch 1.489. Rund 80 Prozent dieser Missionen dienten dem weiteren Ausbau des Starlink-Netzwerks.

Branchendaten zeigen: SpaceX kam im vergangenen Jahr auf mehr als die Hälfte aller weltweiten Orbitalstarts. Beim aktuellen Tempo dürfte das Unternehmen bis Jahresende die Marke von 3.000 gestarteten Satelliten überschreiten. Die wiederverwendbare Falcon-9-Rakete macht das möglich — kurze Umlaufzeiten zwischen den Starts sind der Schlüssel.

Nasdaq-100-Aufnahme bringt Milliarden-Nachfrage

Die heutige Aufnahme in den Nasdaq-100 bringt SpaceX eine Indexgewichtung von 1,34 Prozent ein. JPMorgan schätzt, dass dadurch passive Zuflüsse von rund 4,3 Milliarden Dollar ausgelöst werden. Indexfonds und ETFs müssen ihre Portfolios an den neuen Bestand anpassen.

Die Aktie war zuletzt volatil. Nach einem Allzeithoch von 225,64 Dollar Mitte Juni fiel der Kurs auf etwa 151 Dollar zurück. Ein Auslöser dafür war die Ankündigung einer Anleihe im Investment-Grade-Bereich über 20 Milliarden Dollar.

Die neue Analystenabdeckung und die mechanische Nachfrage durch die Indexaufnahme dürften der Aktie in den kommenden Wochen zusätzliche Liquidität verschaffen. Ob das reicht, um die Kurslücke zum durchschnittlichen Kursziel von 236 Dollar zu schließen, bleibt eine Frage der operativen Ausführung — insbesondere mit Blick auf die noch unbewiesenen Starship-Zeitpläne, die CFRA als Risiko benennt.

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