Elon Musk hat die Wall Street im Sturm erobert. Mit dem größten Börsengang der Geschichte setzt SpaceX neue Maßstäbe für die Raumfahrt und Künstliche Intelligenz. Anleger rissen sich förmlich um die Papiere.
Das Unternehmen sammelte 75 Milliarden Dollar Kapital ein. Damit übertrifft SpaceX den bisherigen Rekord von Saudi Aramco deutlich. Der Ausgabepreis lag bei 135 Dollar je Aktie.
Der Handel an der Nasdaq startete furios. Am ersten Tag sprang der Kurs auf 150 Dollar. Zum Wochenschluss notierte die Aktie deutlich über dem Ausgabepreis bei 160,95 Dollar.
Bewertung knackt Billionen-Marke
Der Marktwert kletterte damit über die Schwelle von zwei Billionen Dollar. SpaceX gehört nun zu den wertvollsten Konzernen der USA. Parallel dazu stieg die Nachfrage auf ein extremes Niveau.
Privatanleger hatten das Nachsehen. Ursprünglich war eine Zuteilung von 30 Prozent geplant. Wegen des Ansturms institutioneller Investoren sank dieser Anteil auf 20 Prozent.
Viele Bewerber erhielten nur Bruchteile ihrer gewünschten Mengen oder gingen leer aus. Insgesamt gingen Gebote über 250 Milliarden Dollar ein. Das Angebot war damit vierfach überzeichnet.
KI-Pläne im Weltraum
Hinter der Bewertung stehen gigantische Pläne. SpaceX will die Erlöse für den Ausbau des Starlink-Netzes nutzen. Geplant ist eine Konstellation von bis zu einer Million Satelliten.
Das Ziel: eine lückenlose Abdeckung für KI-Dienste. Diese Infrastruktur soll Rechenleistung für Künstliche Intelligenz direkt im Orbit bereitstellen. Analysten sind bei der Bewertung gespalten. Erste Kursziele reichen bis 190 Dollar.
Andere Experten warnen vor den Risiken. Das Starship-Programm und die neuen Rechenzentren erfordern enorme Investitionen. Operative Erfolge sind für die aktuelle Bewertung zwingend notwendig.
Hohe Verluste trotz Starlink-Gewinn
Noch schreibt der Konzern tiefrote Zahlen. Im Jahr 2025 belief sich der Verlust auf 4,9 Milliarden Dollar. Allein im ersten Quartal 2026 kamen weitere 4,28 Milliarden Dollar hinzu.
Zwar arbeitet das Starlink-Segment bereits profitabel. Die massiven Ausgaben für neue Technologien belasten allerdings das Gesamtergebnis. Das frische Kapital soll nun die nötige Skalierung ermöglichen.
Ab dem 13. Juni gehört die Aktie zum MSCI-Index. Das sorgt für automatische Käufe durch große Indexfonds. Die massive Kapitalreserve deckt den Finanzbedarf für die orbitalen Projekte vorerst ab.
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