SpaceX Aktie: 145 Dollar nähert sich IPO-Preis

Die SpaceX-Aktie nähert sich mit 145 Dollar dem IPO-Preis. Ein Investor warnt vor einer massiven Exit-Liquidität für Altaktionäre.

Auf einen Blick:
  • Kurs fällt auf 145 Dollar
  • Investor warnt vor Exit-Liquidität
  • Übernahme belastet Aktienkurs
  • Lock-up-Fristen laufen aus

SpaceX-Aktien fallen am Montag auf ein neues Tief seit dem Börsengang. Investor George Noble warnt vor einer der größten „Exit-Liquidity“-Operationen der Geschichte. Der Kurs nähert sich dem Ausgabepreis von 135 Dollar.

Kurs fällt auf 145 Dollar

Am Montag, den 13. Juli 2026, pendelte die SpaceX-Aktie (SPCX) zwischen 145,07 und 152,50 Dollar. Das sind 35 Prozent weniger als das Allzeithoch von 225,64 Dollar vom 16. Juni. Damals lag der Börsengang erst wenige Tage zurück.

Noch liegt der Kurs rund 7,6 Prozent über dem IPO-Preis von 135 Dollar. Die Marktkapitalisierung beträgt derzeit etwa 1,92 Billionen Dollar. Am Montag wechselten rund 46,83 Millionen Aktien den Besitzer — weniger als der Tagesdurchschnitt von 88,79 Millionen Aktien seit dem Listing im Juni.

Investor warnt vor Ausstiegsliquidität für Altaktionäre

Investor George Noble äußert offene Bedenken zur Struktur des Börsengangs. Er bezeichnet den SpaceX-IPO als potenziell eine der größten „Exit-Liquidity“-Operationen der Geschichte. Seine These: Der Börsengang diente eher dazu, langjährigen privaten Altinvestoren einen Ausstieg zu verschaffen, statt neuen Anlegern ein Wachstumsvehikel zu bieten.

Diese Sorge bekommt Nahrung durch Berichte über einen Insider-Verkauf im Wert von 1,2 Millionen Dollar. Das Volumen ist im Vergleich zur Marktkapitalisierung winzig. Trotzdem zeigt sich die psychologische Wirkung deutlich: Der Kurs findet keinen stabilen Boden über der 150-Dollar-Marke.

Die 60-Milliarden-Dollar-Übernahme belastet zusätzlich

Zusätzlichen Druck erzeugt die Reaktion auf SpaceX‘ Übernahme von Anysphere, der Mutterfirma des KI-Code-Editors Cursor. Der Deal hat ein Volumen von 60 Milliarden Dollar und läuft komplett über Aktien. Genau das macht Anlegern Sorgen: Eine reine Aktientransaktion in dieser Größenordnung verwässert bestehende Anteile spürbar.

Das Kalkül dahinter: SpaceX will mit der Übernahme seine Software- und Autonomieflug-Fähigkeiten ausbauen. Anleger wägen dieses KI-Potenzial gerade gegen den unmittelbaren Verwässerungseffekt ab. Die Summe entspricht etwa 80 Prozent der 75 Milliarden Dollar, die SpaceX beim Börsengang eingesammelt hatte.

Kritiker verweisen zudem auf die Bewertung. SpaceX handelt derzeit mit über dem 100-Fachen des Umsatzes von 2025. Bei einem derart hohen Multiplikator reicht schon eine verpasste Wachstumsvorgabe, um die Bewertung neu zu justieren.

Lock-up-Fristen laufen im Spätsommer aus

Der kurzfristige Ausblick bleibt von einem technischen Faktor überschattet. Aktuell sind nur etwa 5 Prozent der 13,1 Milliarden ausstehenden Aktien überhaupt frei handelbar. Dieser knappe Streubesitz erklärt einen Teil der hohen Volatilität seit Juni.

Ab Ende Juli und Anfang August laufen jedoch erste Lock-up-Fristen für Mitarbeiter und frühe Investoren aus — im Anschluss an den Quartalsbericht für das zweite Quartal. Analysten rechnen damit, dass rund 911 Millionen Aktien freigegeben werden könnten. Das entspricht etwa 20 Prozent der vorzeitig freigebbaren Aktien und würde den frei handelbaren Anteil praktisch verdoppeln.

Der Markt steht damit vor einem Belastungstest. Ob er das zusätzliche Angebot ohne weiteren Kursverfall aufnehmen kann, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

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