SpaceX: 900 Millionen Aktien freigegeben

SpaceX meldet 92 Prozent mehr Umsatz, aber hohe Investitionen sorgen für Kurskapriolen. Die Aktie erholt sich dennoch deutlich und übertrifft den IPO-Preis.

Auf einen Blick:
  • Umsatzsprung um 92 Prozent
  • Verlust von 541 Millionen Dollar
  • Investitionsausgaben versechsfacht
  • Aktie erholt sich nach Kurssturz

SpaceX hat seine erste Bilanz als börsennotiertes Unternehmen vorgelegt – und die Reaktion der Anleger fiel zunächst heftig aus. Nach anfänglichem Absturz hat sich die Aktie inzwischen deutlich erholt und notiert laut Marktdaten mit einem Plus von 27 Prozent auf Sieben-Tage-Sicht.

Rekordumsatz trifft auf Investitionsschock

Reuters berichtete, SpaceX habe für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 7,8 Milliarden Dollar ausgewiesen, nach 4,1 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal – ein Anstieg von 92 Prozent, getragen von Starlink und dem KI-Geschäft. Das Ergebnis lag über den Erwartungen der Analysten. Gleichzeitig meldete SpaceX einen Verlust von 0,09 Dollar pro Aktie sowie eine Partnerschaft mit Nvidia für Rechenzentrums-Chips.

CNN bezifferte den Quartalsverlust auf 541 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 4,3 Milliarden Dollar im ersten Quartal – SpaceX bleibt damit trotz Umsatzwachstum unprofitabel.

Der eigentliche Schock für Anleger kam jedoch aus einer anderen Zahl: Die Investitionsausgaben schnellten laut einem Bericht auf 18,37 Milliarden Dollar hoch, mehr als das Sechsfache der 2,83 Milliarden Dollar aus dem Vorjahresquartal.

Reuters hatte bereits im Vorfeld darauf verwiesen, dass die erste Bilanz als börsennotiertes Unternehmen zeigen würde, ob die Starlink-Gewinne die rasant steigenden Ausgaben für KI und Raumfahrtprojekte tragen können.

Erst Absturz, dann kräftige Erholung

Die Kursreaktion fiel entsprechend turbulent aus. Nach einem Tagesgewinn von 9,4 Prozent im regulären Handel brach die Aktie im nachbörslichen Handel um rund 7 Prozent ein, wie Reuters berichtete.

Mehrere Medien, darunter CNBC, meldeten in den Folgetagen sogar Kursverluste von 8 bis 12 Prozent, da Investoren vor allem auf das Ausmaß der KI-bezogenen Ausgaben reagierten und die Wachstumszahlen in den Hintergrund traten. Auch NPR ordnete die Reaktion so ein: Der Umsatz sei gestiegen, doch die Sorge um die Ausgabendisziplin habe die Kursbewegung dominiert.

Die Erholung ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Bloomberg berichtete von einer zweitägigen Rallye von etwa 23 Prozent, in deren Verlauf die Marktkapitalisierung um mehr als 327 Milliarden Dollar zulegte. CNBC meldete Anfang dieser Woche, die Aktie sei wieder über den IPO-Preis von 135 Dollar gestiegen.

Lockup-Ablauf als nächster Test

Für Anleger rückt nun ein weiteres Ereignis in den Fokus: Seit dem 6. August sind laut Berichten von AP und CNN mehr als 900 Millionen Aktien aus der Lockup-Frist frei handelbar geworden – die erste größere Verkaufsgelegenheit für Insider seit dem Börsengang. Ob dies zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugt, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.

Mit einem RSI von 58 signalisiert der Kursverlauf derzeit keine Überkaufsituation, während die annualisierte Volatilität von 92 Prozent die Nervosität rund um den Titel unterstreicht.

Die Analysten von Argus hoben die Aktie am 7. August von „Hold“ auf „Buy“ mit einem Kursziel von 160 Dollar an – laut CNBC mit der Begründung, die KI-Investitionen des Unternehmens könnten sich langfristig auszahlen. Ob sich diese Einschätzung bestätigt, hängt maßgeblich davon ab, wie SpaceX die hohen Ausgaben in profitables Wachstum übersetzt.

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