S&P Metals & Mining ETF: Newmont bremst!

Der S&P Metals & Mining ETF wird durch Newmonts gedämpften Ausblick belastet, während andere Portfoliounternehmen wie Freeport-McMoRan operative Fortschritte melden.

Auf einen Blick:
  • Newmont dämpft mit reduzierter Produktionsprognose
  • Freeport-McMoRan plant Minenneustart für Q2 2026
  • ETF profitiert von wettbewerbsfähiger Kostenstruktur
  • Hohe Gold- und Kupferpreise stützen Fundamentaldaten

Der S&P Metals & Mining ETF navigiert derzeit durch ein komplexes Marktumfeld. Während die Rohstoffpreise auf hohem Niveau verharren, sorgen enttäuschende Prognosen wichtiger Portfoliokomponenten für Verunsicherung. Die zentrale Frage für Anleger ist, ob die starken Fundamentaldaten der Metalle die operativen Hürden der Minenbetreiber ausgleichen können.

Operative Dämpfer bei Schwergewichten

Vor allem die jüngsten Meldungen von Newmont Corporation belasten die Stimmung im Sektor. Das Unternehmen konnte für das Geschäftsjahr 2025 zwar einen Rekord-Cashflow von 7,3 Milliarden US-Dollar vorweisen und gab 3,4 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurück, doch der Ausblick auf 2026 dämpft die Euphorie. Eine reduzierte Produktionsprognose von etwa 5,3 Millionen Unzen Gold bei gleichzeitig steigenden Kosten von 1.680 US-Dollar pro Unze setzte die Aktie trotz starker Quartalszahlen unter Druck.

Andere Schwergewichte im Portfolio treiben hingegen ihre operative Neuausrichtung voran. Freeport-McMoRan sicherte sich eine langfristige Vereinbarung für seine Grasberg-Operationen in Indonesien. Das Unternehmen bereitet aktuell den Neustart einer wichtigen Mine vor, der für das zweite Quartal 2026 geplant ist. Auch kleinere Titel lieferten gestern frische Impulse: Integra Resources veröffentlichte Produktionsziele für die Florida Canyon Mine, während Hemlo Mining eine strategische Umstellung auf ein hybrides Betreibermodell ankündigte, um die Kapazitäten in den nächsten zwei Jahren zu steigern.

Kostenvorteile und Marktdynamik

Im Vergleich zu spezialisierten Themen-ETFs bietet der S&P Metals & Mining ETF eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur. Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,35 % ist er deutlich günstiger als beispielsweise der Global X Copper Miners ETF (0,65 %) oder der Sprott Junior Copper Miners ETF (0,78 %). Durch die Gewichtungsmethode des zugrundeliegenden Index profitiert der Fonds zudem stärker von der Dynamik mittelgroßer Bergbauunternehmen statt ausschließlich von den Branchenriesen abzuhängen.

Rückenwind kommt von der makroökonomischen Seite. Gold wird aktuell stabil über der Marke von 5.150 US-Dollar pro Unze gehandelt, was die Einnahmen der Edelmetallproduzenten stützt. Bei Industriemetallen wie Kupfer sorgt ein schrumpfendes Angebot aufgrund globaler Minenstörungen für eine angespannte Versorgungslage.

Trotz dieser stabilen Rohstoffpreise bleibt die Volatilität im Sektor hoch, da der breite Aktienmarkt vermehrt defensive Positionen einnimmt. Die weitere Entwicklung des ETF hängt nun maßgeblich davon ab, wie effizient die Einzelunternehmen ihre Investitionsprojekte im laufenden Jahr umsetzen. Im Fokus steht dabei insbesondere das kommende Quartal mit dem geplanten Minen-Neustart bei Freeport-McMoRan.

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