S&P Global baut sein Indexgeschäft weiter aus. Die Tochter S&P Dow Jones Indices übernimmt Berechnung und Verwaltung eines Rohstoffindex des Anbieters Quantix Commodities. Der Schritt kommt, während die Aktie nach den Quartalszahlen vom Vortag um Vertrauen ringt.
Neuer Index ab Dezember
Der Quantix Commodity Index soll künftig als S&P Quantix Commodity Index laufen. Berechnung und Veröffentlichung beginnen am 1. Dezember 2026 auf der globalen Plattform von S&P DJI. Quantix liefert weiterhin die Investmentmethodik und die Rohstoffexpertise. Diese soll beim Wechsel im Kern unverändert bleiben.
Der Index ist als Grundlage für ETFs und andere investierbare Produkte gedacht. Den Anfang macht der Harbor Commodity All-Weather Strategy ETF, der auf dem neuen Barometer basieren wird. Quantix-Investmentchef Don Casturo erwartet, dass der Index über eine etablierte institutionelle Plattform ein breiteres Anlegerpublikum erreicht.
Finanziell fällt die Vereinbarung klein aus. Strategisch passt sie dennoch: Indexgebühren auf Basis von ETF-Vermögen sind ein wiederkehrendes Geschäft, und S&P DJI kann mit Marke und Infrastruktur punkten.
Indices als Wachstumstreiber
Die Sparte hat im jüngsten Quartalsbericht an Gewicht gewonnen. Der Konzern hob die Wachstumserwartung für Indices auf 17 bis 18,5 Prozent an, zuvor standen 12 bis 14 Prozent im Plan. Damit wächst das Segment deutlich schneller als Ratings, Energie und Market Intelligence.
Die Zahlen für das dritte Quartal fielen besser aus als erwartet: Das Ergebnis je Aktie lag bei 4,58 Dollar, Analysten hatten 4,42 Dollar erwartet. Auch die Prognose für das bereinigte Ergebnis ging nach oben, auf 17,70 bis 17,95 Dollar je Aktie. Das liegt etwa im Rahmen der Konsenserwartung.
Die Börse reagierte zurückhaltend. Die Aktie sprang vorbörslich um gut fünf Prozent an, gab die Gewinne aber im Handelsverlauf ab und notierte zeitweise leicht unter dem Vortagesschluss. Marktbeobachter verweisen auf die Schätzungen: In den vergangenen 90 Tagen standen 18 negativen nur 2 positive Revisionen gegenüber.
Was als Nächstes zählt
Bestätigt hat das Management Aktienrückkäufe von mehr als 7 Milliarden Dollar für das Gesamtjahr. Eine erwartete Anleihe über 2 Milliarden Dollar erhöht allerdings den Zinsaufwand und dämpft den Effekt der höheren Gewinnprognose teilweise.
Der nächste Termin steht mit den Zahlen zum vierten Quartal an, deren Datum noch offen ist. Im Vorjahr kamen sie am 10. Februar. Dann dürfte der Ausblick für 2027 zeigen, ob sich das von Analysten erwartete Gewinnwachstum von rund 13 Prozent halten lässt.
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