S&P Global Aktie: Eurozone übertrifft Erwartungen

Symbolbild, KI-generiert

S&P Global meldet für September bessere Einkaufsmanagerdaten in Eurozone und Deutschland, während höhere Energiepreise den Inflationsdruck verstärken.

Auf einen Blick:
  • Eurozonen-PMI erreicht höchsten Stand seit Jahren
  • Dienstleistungssektor treibt europäische Erholung
  • Deutsche Geschäftstätigkeit zieht deutlich an
  • Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck

Die von S&P Global erhobenen Einkaufsmanagerindizes liefern für September ein überraschend robustes Bild der europäischen Wirtschaft. Sowohl in der Eurozone als auch in Deutschland fiel die Stimmung deutlich besser aus, als Volkswirte im Vorfeld erwartet hatten. Für den Datenanbieter selbst ist das ein Beleg für die Relevanz seiner Frühindikatoren in einem Umfeld, das von geopolitischen Spannungen und Energiepreisschwankungen geprägt bleibt.

Eurozone auf Dreieinhalb-Jahres-Hoch

Der Sammelindex für die Eurozone kletterte auf 53,1 Punkte, nach 52,0 im Vormonat. Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang auf 51,7 Punkte prognostiziert — die Realität fiel also spürbar besser aus. Es ist der höchste Stand seit rund dreieinhalb Jahren.

Getragen wurde die Verbesserung vor allem vom Servicesektor, dessen Teilindex auf 53,0 Punkte sprang, nach 51,6 im Vormonat. Das verarbeitende Gewerbe blieb mit 52,7 Punkten stabil auf dem Niveau des Vormonats.

S&P-Global-Chefvolkswirt Chris Williamson verwies zugleich auf den wieder gestiegenen Inflationsdruck, ausgelöst durch höhere Energiepreise im Zuge des anhaltenden Nahost-Konflikts. Der konjunkturelle Aufwärtstrend habe sich dennoch als widerstandsfähig erwiesen.

Deutschland zieht kräftig an

Noch deutlicher fiel die Verbesserung in Deutschland aus. Der Sammelindex stieg auf 53,8 Zähler, nach 51,8 im Vormonat — der stärkste Anstieg der Geschäftstätigkeit seit fast einem Jahr. Der Servicesektor kehrte dabei mit einem Sprung auf 52,9 Punkte von 49,7 spürbar in den Wachstumsbereich zurück, nachdem er sich nach Ausbruch des Nahostkriegs zunächst zurückhaltender gezeigt hatte.

Das verarbeitende Gewerbe gab mit 53,8 Punkten leicht nach, blieb aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. S&P-Global-Ökonom Phil Smith sprach von wachsender Widerstandsfähigkeit der deutschen Unternehmen — die Beschäftigung habe den zweiten Monat in Folge zugelegt, die Geschäftsaussichten seien stabil geblieben.

Für S&P Global untermauern die Daten die Bedeutung des PMI-Geschäfts als verlässlicher Frühindikator für Notenbanken und Marktteilnehmer. Die nächste reguläre Veröffentlichung der Flash-Indizes folgt planmäßig im Oktober und dürfte zeigen, ob sich der aktuelle Aufwärtstrend trotz anhaltender Energiepreisrisiken fortsetzt.

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