Ein Vierteljahrhundert an der Spitze, und dann der Wechsel im besten Moment: Curtis Griffith übergibt bei South Plains Financial zum Jahresende sein Amt als CEO an Präsident Cory Newsom — ausgerechnet in einem Quartal, in dem die texanische Regionalbank mit einer milliardenschweren Übernahme und deutlich verbesserter Profitabilität aufwartet. Der Zeitpunkt wirkt kalkuliert, nicht zufällig.
Starkes Quartal, integrierte Übernahme
Die Muttergesellschaft der City Bank meldete für das zweite Quartal 2026 einen Nettogewinn von 19,0 Millionen Dollar beziehungsweise 0,96 Dollar je Aktie — ein Anstieg von 31 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Treiber war vor allem die am 1. April 2026 abgeschlossene Fusion mit der BOH Holdings, der Mutter der Bank of Houston. Die Übernahme brachte rund 667 Millionen Dollar an verzinslichen Vermögenswerten mit sich und hievte die Bilanzsumme auf 5,4 Milliarden Dollar.
Das Nettozinsergebnis kletterte um 17,2 Prozent auf 50,3 Millionen Dollar, während die Nettozinsmarge leicht auf 4,00 Prozent nachgab — Folge der teureren Refinanzierung, die South Plains von der akquirierten Bank übernommen hat. Die Eigenkapitalrendite auf durchschnittliche Vermögenswerte stieg auf 1,44 Prozent, die Effizienzquote verbesserte sich deutlich auf 61,6 Prozent von zuvor 65,3 Prozent.
Metropolregionen-Kredite machen mittlerweile 44,7 Prozent des gesamten Kreditbuchs aus, ein Sprung von rund zwölf Prozentpunkten binnen eines Quartals. Houston liefert dabei die Wachstumsstory: Die texanische Metropole erwirtschaftet mehr als 750 Milliarden Dollar an Wirtschaftsleistung und zählt zu den größten Metroregionen der USA.
Kreditqualität bleibt solide, Dividende steigt
Die Integration der Bank of Houston hinterlässt naturgemäß Spuren in der Kreditqualität. Notleidende Kredite stiegen auf 0,25 Prozent der gesamten Kreditsumme, klassifizierte Kredite kletterten auf 80,3 Millionen Dollar — laut Management größtenteils erwartete Effekte aus dem übernommenen Portfolio. Die Nettoausfälle blieben mit 0,06 Prozent auf annualisierter Basis unauffällig.
Einen Tag vor den Quartalszahlen hat der Vorstand zudem eine um 6 Prozent höhere Quartalsdividende von 0,18 Dollar je Aktie beschlossen, zahlbar am 10. August 2026 an Aktionäre, die am 27. Juli 2026 im Bestand verzeichnet sind.
Ausblick
Für das dritte Quartal rechnet das Management mit sinkenden akquisitionsbedingten Kosten, während sich der Effekt aus Cross-Selling bei ehemaligen Bank-of-Houston-Kunden erst im vierten Quartal deutlicher zeigen soll. Die Jahresprognose für das Kreditwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich bleibt trotz frühzeitiger Rückzahlungen von 37,5 Millionen Dollar unverändert. Für weitere Übernahmen sieht sich das Unternehmen kapitalisiert — vorausgesetzt, sie passen zum texanischen Fokus und der bestehenden Kreditkultur.
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