Es gibt Niederlagen, die laut verkündet werden. Und es gibt solche, die man in einer nüchternen Pressemitteilung versteckt. Sony und Honda haben sich für Letzteres entschieden. Am 21. April 2026 teilten die beiden Konzerne mit, dass sie ihr gemeinsames Elektroauto-Venture Sony Honda Mobility herunterfahren werden. Die Mitarbeiter sollen zurück zu den Muttergesellschaften. Das Projekt, das 2022 mit viel Tamtam gestartet war, endet als stille Abwicklung.
Afeela? Kannte kaum jemand.
Dabei war die Idee gar nicht dumm. Sony bringt Software, Gaming-Kompetenz und Unterhaltungselektronik mit. Honda bringt Autos. Zusammen wollten sie den Afeela 1 auf die Straße bringen, einen Elektro-Sedan, der in Kalifornien noch in diesem Jahr hätte debütieren sollen. Daraus wird nun nichts. Honda hatte seine gesamte Elektrifizierungsstrategie im März 2026 überprüft, und dabei fiel auch das Afeela-Projekt dem Rotstift zum Opfer. Erst das erste Modell, dann das zweite. Und jetzt eben das ganze Joint Venture.
„Kurzfristig nicht umsetzbar“ – na dann.
In der offiziellen Begründung heißt es, man habe festgestellt, dass es „im bestehenden Rahmen schwierig sei“, Produkte und Dienstleistungen passend zum Gründungszweck des Ventures kurzfristig auf den Markt zu bringen. Das ist Unternehmenskommunikation für: Es hat nicht so recht gezündet, und wir sehen keinen Weg nach vorne. Immerhin versprechen Sony und Honda, weiter über „optimale Kooperationsformen“ nachzudenken, mit Blick auf Software und Fahrerassistenzsysteme. Klingt eher nach unverbindlichem Gerede denn nach konkreten Plänen.
Vier Jahre nach der Gründung, zwei gestrichene Modelle und eine stille Auflösung. Das Afeela-Abenteuer ist vorbei, bevor es wirklich begonnen hat.
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